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Eine kleine Anleitung – Holz richtig mit Öl behandeln

Viele Menschen greifen heute zu Öl als Holzschutz. Denn das Öl ermöglicht es dem Holz einerseits atmungsaktiv, aber andererseits auch diffusionsoffen zu bleiben. Doch ist es nicht damit getan, das richtige Öl für ein bestimmtes Holz oder einen bestimmten Zweck zu kaufen. Es ist auch wichtig, dass das Öl richtig auf das Holz aufgetragen wird, um den bestmöglichen Schutz zu erwirken.

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Vorbereitung des Holzes

Wer denkt, dass er zum Holzölen einfach nur zum Pinsel und dem Öl greifen muss, um beginnen zu können, der liegt leider falsch. Denn zunächst muss jedes Holz erst einmal glattgeschliffen werden. Arbeiten Sie in diesem Punkt bitte sehr sorgfältig. Der abschließende Schleifgang sollte mit einer Körnung von 180 oder 200 vorgenommen werden. Entfernen Sie hiernach ebenso sorgfältig den gesamten Schleifstaub.
Um das Öl auftragen zu können, benötigen Sie ein sauberes Tuch, welches vollkommen frei von Fusseln ist. Anderenfalls könnten die Fasern im Öl und damit auf der Holzoberfläche hängenbleiben. Hierzu wird ein Tuch aus Leinen oder Baumwolle empfohlen. Selbstverständlich kann auch ein guter Pinsel bzw. eine Farbrolle verwendet werden.

Das Einölen des Holzes

Verwenden Sie immer nur ein bischen Öl in der Anwendung. Mit dem Tuch wird es auf dem Holz verteilt. Achten Sie auf die Stirnseiten. Diese neigen dazu, mehr Öl aufzusaugen, als die glatte Oberfläche einer Holzplatte. Das ist vollkommen normal.

Sie wissen, dass Sie ausreichend Öl aufgetragen haben, wenn das Holz immer noch recht feucht aussieht. Beenden Sie zunächst ein weiteres Auftragen und geben Sie dem Holz ausreichend Zeit (circa 1 Stunde), um auch das restliche Öl aufzunehmen. Es ist nicht schlimm, wenn Sie diese Zeitvorgabe überschreiten. Sollte nach dieser Pause immer noch freies Öl auf dem Holz vorhanden sein, wird dies mit einem Tuch aufgenommen.

Am nächsten Tag geht es weiter. Sollte sich das Holz nach wie vor rau anfühlen, sollte die Prozedur wiederholt werden. Bei Bedarf sollten noch weitere Anwendungen durchgeführt werden, bis sich das Holz sanft und angenehm anfühlt.
Haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht weiterkommen mit dem Einölen, sollten Sie ein weiteres Mal schleifen. Man nennt dies „Zwischenschliff". Achten Sie unbedingt darauf, den Schleifstaub wieder sorgfältig zu entfernen. Am besten nutzen Sie hierfür ein Schleifschwämmchen mit einer sehr feinen Körnung.

Innen wie außen

Holz, das mit Öl behandelt wurde, kann sowohl im Innen- wie im Außenbereich eingesetzt werden. Da der Schutz im Außenbereich größer sein muss, ist das Holzöl außen entsprechend anspruchsvoller als das Holzöl innen. Es ist wichtig, die Unterschiede zu kennen, damit man auch tatsächlich das richtige Produkt am richtigen Ort verwendet. Sonst kann der optimale Schutz des Holzes nicht gewährleistet werden.

 

Wie oft muss Holz geölt werden?

Es ist nicht ganz einfach, eine pauschale Antwort hierfür zu finden. Grundsätzlich hängt das Intervall von der Nutzung des Holzes ab. Ein Fußboden muss öfter nachgebessert werden als ein Vitrinenschrank. Ebenso ist eine Außenterrasse aufgrund der Witterung mehr Wirkungsmechanismen ausgesetzt als etwa der Wohnzimmerschrank von der Oma. So muss die Terrasse ein bis zwei Mal pro Jahr geölt werden. Empfehlenswert ist ein Anstrich im Frühjahr und einer im Herbst. Natürlich kommt dies auf den Zustand des Holzes an. Ist alles in bester Ordnung, kann der Anstrich zur kalten Jahreszeit auch geskippt werden.

Solange die tägliche bzw. wöchentliche Pflege des Holzes pflichtbewusst und regelmäßig durchgeführt wird, kann das Intervall zum Ölen auch je nach Bedarf verschoben werden.


Werfen Sie ganz einfach regelmäßig ein Auge auf das Holz. Sie werden sehen, dass Sie schon in Kürze auch die kleinesten Veränderungen am Holz erkennen können. Und das ganz ohne Vorsagen.


 

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