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Lockerung der Auflagen für 125-Euro Entlastung

Einsamkeit im Alter. Foto: Pixabay

Oldenburg

In der Corona-Krise sind besonders Ältere von Isolation betroffen: Diese Risikogruppe muss gewohnte Aktivitäten wie Einkäufe oder Besuche einschränken. Der Entlastungsbetrag, der zur Pflege gezahlt wird, könnte jetzt eine soziale Brücke zu vereinsamten Menschen schlagen,  wenn nicht nur vom Land vorgesehene Leistungserbringer einsetzbar sind. Der SoVD Oldenburg fordert, den Zwang der Zertifizierung zu lockern.

Nicht nur zertifizierte Leistungsanbieter sollten dank Entlastungsbetrag Ältere in der Corona-Zeit unterstützen dürfen. Foto: Pixabay

Enge Zertifizierung wie in Niedersachsen sollte fallen

Zur Alltagsbegleitung und hauswirtschaftlichen Unterstützung sieht das Sozialgesetzbuch seit 2017 einen „Entlastungsbetrag" von 125 Euro vor. Damit sollen „Pflegebedürftige bei der Bewältigung von Anforderungen des Alltags oder im Haushalt, insbesondere bei der Haushaltsführung, oder bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfeleistungen unterstützt werden."

Auch in der Corona-Zeit seien, so Dr. Jörg-Christian Hülper, SoVD-Regionalleiter Nord, so alltägliche wie notwendige Hilfeleistungen möglich. Dazu gehören Einkäufe, Rezepte bei der Apotheke einzulösen, gewaschene Gardinen aufzuhängen, Handwerker zu kontakten oder den defekten Fernseher im Keller zu entsorgen. „Dieser Dienst klappt auch aus Distanz - und muss nicht von lizensierten Diensten erbracht werden. Auch andere Einrichtungen, sogar Schüler und Studenten könnten nach Schulung und mit Leitung diese sozialen Aufgaben übernehmen", sagt Hülper. „Die vom Gesetz gegebene Aufgabenstellung ist gut, hilft sie doch auch gegen Vereinsamung.

Oft ist der Alltagshelfer einer der wenigen regelmäßigen sozialen Kontakte, die ein alter Mensch am Tage hat. Doch das Problem ist, dass die Pflegedienste oft schon mit der alltägliche Pflege voll ausgelastet sind." Daher kann - besonders in ländliche Regionen - der Entlastungsbetrag nicht abgefordert werden, obwohl knapp 600 „ anerkannte Leistungsanbieter" in Niedersachsen genannt werden. „Wir brauchen mehr Anbieter. Eine enge Zertifizierung wie in Niedersachsen sollte fallen."

Kontakt:

SoVD-Beratungszentrum Oldenburg (Sozialverband Deutschland e.V.)

Donnerschweer Str. 4

26123 Oldenburg

www.sovd-oldenburg.de

SoVD Sozialverband Deutschland Logo


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