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Wolf E. Schultz mit Kunst- und Kulturpreis 2019 des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet

Kunst- und Kulturpreisträger Wolf E. Schultz.

Oldenburg | Redaktion CS

„Mein Lebens- und Schaffensmittelpunkt ist seit rund 35 Jahren hier im Landkreis. In die Landschaft habe ich mich gleich verliebt – damals wie heute begeistern mich die großen freistehenden Bäume in der faszinierenden Landschaft". Aber auch der seit 1997 unter Naturschutz stehende Wald Hasbruch ist für ihn Inspiration und Materialquelle zugleich. Schultz, der regelmäßig mit seiner Kamera ausgerüstet Streifzüge durch den über 600 Hektar großen Eichen- und Hainbuchenwald, unternimmt, schwärmt von der Kraft des Ortes. Einige Skulpturen tauchen überraschend im Wald auf, die der Künstler direkt in alte Baumstämme gehauen hat.

Der Künstler WOLF E. SCHULTZ wurde für seine Kunstobjekte  mit dem  Kunst- und Kulturpreis 2019 ausgezeichnet. Foto: WOLF E. SCHULTZ

Vom sprudelnden Brunnen bis zum schlafenden Riesen – Wolf E. Schultz prägt Kunst im öffentlichen Raum

„Als mir am Telefon die gute Nachricht überbracht wurde, freute ich mich sehr. Es ist eine schöne Anerkennung und Wertschätzung meiner langjährigen Schaffenszeit im Landkreis. Vielen Dank an die Jury und an alle, die mich vorgeschlagen haben." erzählt Wolf E. Schultz.

Viele seiner Materialien kommen aus dem Landkreis. Ob Jahrhunderte alte Mooreichen, große Eichenstämme, altes Fachwerk oder Findlinge. „Immer wieder bekam ich Hinweise von Landwirten, wenn durch das Flügen Mooreiche ans Licht kam. Viele haben sich gefreut, wenn sie gesehen haben, was daraus geworden ist".

Anlässlich der Verleihung wird eine kleine Begleitausstellung mit Werken des Künstlers zu sehen sein. „Ich nenne sie ‚Oldenburger Unterwelten', da ich ausschließlich große Mooreichenteile zeige, die mehrere Jahrhunderte im Untergrund des Oldenburger Landes verborgen waren." Kunst in Hude, seinen Wahlheimatsort, verbindet man seit Anfang der 1980-er Jahre eng mit dem Namen Wolf E. Schultz. Als der Bildhauer vor rund 35 Jahren sein Atelier von Hamburg nach Hude verlegte, sollte sich einiges für die Gemeinde ändern: Das Ortsbild wird seitdem von Werken des Künstlers geprägt. Er trug durch zahlreiche Projekte dazu bei, dass Hude sich in Sachen Kunst und Kultur einen Namen gemacht hat. So entwickelte Schultz einen der ersten Skulpturenwege in Deutschland. Auch initiierte er ein Bildhauersymposion, das er viele Jahre künstlerisch leitete und dann an Thorsten Schütt übergab.

Letztes Jahr fand bereits das 9. Mal dieses Kunstevent unter freiem Himmel statt, welches immer wieder Bildhauer aus der ganzen Welt in den Landkreis lockt. Gleich zu Beginn seiner Zeit in Hude spendete er zusammen mit der Kimmer Bauernschaft einen artesischen Brunnen, der nachhaltig ohne Pumpe, rein mit natürlichem Druck, funktioniert. Als ein Denkmal für den Frieden sprudelt er noch heute. 1993 gründete Schultz das Skulpturenhaus, eine Dauerausstellung mit seinen gesammelten Werken. Vor  vier Jahren ist Schultz mit seinen Arbeiten in das kulturelle Herz von Hude, den Klosterbezirk gezogen. In der alten Remise sind nun in regelmäßigen Abständen Themenausstellungen mit Werken aus seiner fast 50-jährigen Schaffenszeit zu sehen. Von Werken aus Privatbesitz, bis hin zu neuen Skulpturen, die der heute 79-jährige noch immer bearbeitet und die käuflich erworben werden können. Aktuell läuft die Ausstellung „WES like JAZZ", ab 19.10.2019 bis Mai 2020 wird die neue Themenausstellung „WACHSTUM" zu sehen sein.

Vor zwei Jahren wurde das 25-jährige Bestehen des Skulpturenufers am Huder Bach gefeiert. Die Freilicht-Dauerausstellung ist ein beliebtes Ausflugsziel der Region. Viele Huder nutzen die Wiese mit rund 40 großen Skulpturen als Ziel für den Sonntagsspaziergang oder als Sehenswürdigkeit für Gäste. Werke aus Stahl, Stein und Holz sorgen für eine einmalige Stimmung, die bei jeder Jahreszeit ihren eigenen Reiz hat. Kleine Pfade führen zu den Werken des Künstlers: Ein sieben Meter großer Riese liegt scheinbar auf dem hoch gewachsenen Gras, ein Vogel in 4 Metern Höhe wacht über das Gelände welches kürzlich durch eine Kunstinstallation mit 30 gepflanzten Eiben erweitert wurde und ein Zusammenwachsen des Weiblichkeits- und des Männlichkeitszeichens symbolisiert. Kein Wunder, dass dieser besondere Ort auch Schauplatz für den Bestseller „Ostfriesenschwur" von Klaus-Peter Wolf wurde.

Skulpturenhaus in der Klosterremise

Vernissage

Samstag, 19. Oktober - 15 Uhr

Von-Witzleben-Allee 3, 27798 Hude 

Öffnungszeiten nach der Vernissage samstags, 14–18 Uhr, sonntags, 11–18 Uhr und jederzeit bei Anruf in
der Klosterschänke 04408-7777.
Verleihung (NICHT ÖFFENTLLICH): 05.12.2019

Kunst- und Kulturpreisträger Wolf E. Schultz.     Kunst- und Kulturpreisträger Wolf E. Schultz.     Kunst und Kulturpreis WOLF E. SCHULTZ

Kurz vor dem Aufprall                                                       Ahriman                                                           Wachstumssymbol
Foto: Wolf E. Schultz

ZUR PERSON WOLF E. SCHULTZ
Kunst- und Kulturpreisträger Wolf E. Schultz.Die Arbeiten des freischaffenden Künstlers Wolf E. Schultz (geb. 1940 in Swinemünde) sind unmittelbar ins Material gearbeitete Lebensgefühle. „In meiner Arbeit will ich echt sein, bei mir selbst sein, das heißt authentisch sein – ohne Gedanken an den Markt oder andere Fremdbestimmungen". Kunst im öffentlichen Raum von WOLF E. SCHULTZ ist in ganz Deutschland zu sehen. Seit 1970 wurden seine Werke in über 100 Einzel- bzw. Gruppenausstellungen in Galerien, Museen und Kunstvereinen präsentiert. Bisher entstanden über 1.200 Skulpturen und Plastiken aus Holz, Stein, Bronze, Stahl, Aluminium und Kupfer. Freie und figurative Formen bestimmen seine Werke, genauso wie Ironie, Witz und Gesellschaftskritik. Rund 800 Arbeiten stehen im privaten und öffentlichen Raum im In- und Ausland. Wolf E. Schultz ist Mitglied im BBK Hamburg.
Weitere Informationen unter: www.wolf-e-schultz.de


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