Gestiegene Kraftstoffpreise regen in Deutschland zum Umdenken an
DEUTSCHLAND | SEO GEO Redaktion Uta Grundmann-Abonyi Agentur GrAbo • Foto + Grafik: Pixabay
Harte Zeiten für pendelnde Arbeitnehmer
30 KM oder mehr müssen viele Pendler täglich als Arbeitsweg zurücklegen. Die gestiegenen Kraftstoffpreise wirken sich dabei sehr negativ auf die laufenden Ausgaben der Tankstellenkunden aus. Auch wenn es aktuell noch eine Entfernungspauschale i. H. v. 0,38 Euro je gefahrenem Kilometer ab dem 21. KM zur Arbeitsstätte gibt, ist das Tanken – neben der KFZ-Wartungskosten, Steuern und Versicherungen - eine sehr teure Angelegenheit.
Mit der Entfernungspauschale, inoffiziell auch Pendlerpauschale genannt, werden im deutschen Einkommensteuerrecht die Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte pauschaliert. Die Entfernungspauschale mindert gemäß § 9 EStG die zu versteuernden Einkünfte. Aber auch andere Fahrzeugführer und Speditionsunternehmen leiden unter den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen. Langfristig werden die gestiegenen Transportkosten auf die transportierten Produkte umgelegt, so dass alle Bürger betroffen sind.
PKW, eRoller, eMotorrad oder eBike?
In ihrer Freizeit nutzen die Menschen in Deutschland zunehmend eBikes zur Fortbewegung. Ausflugsziele in 20 KM Entfernung oder darüber hinaus sind für Radelnde mit Elektromotor kein Problem mehr und selbst Touren von 50 KM wie die Wardenburger Schlemmertour am 1. Mai sind für eBikefahrende kein Problem. Auch Pendler, die z.B. in der Stadt Oldenburg, in Großenkneten oder Dötlingen arbeiten und in den Gemeinden Hatten oder Wardenburg wohnen können, oftmals gut auch das Fahrrad, das Elektromotorrad oder den Roller mit Elektroantrieb zum Erreichen des Arbeitsplatzes nutzen. Wetterfest gekleidet hat die Anfahrt mit dem Fahrrad zumeist auch noch gesundheitliche Vorteile.
Nach Absprache mit dem Arbeitgeber können Mitarbeitenden den Akku oftmals auch während der Arbeitszeit im Unternehmen aufladen und somit auch größere An- und Abfahrtswege mit dem E-Bike zurücklegen. Insbesondere in der Stadt Oldenburg ist die Fortbewegung mit dem Fahrrad oftmals verkehrsgünstiger und schneller, als mit dem PKW. Und wer keinen kostenlosen PKW-Parkplatz vom Arbeitgeber gestellt bekommt, muss auch noch tief in die Tasche greifen, denn Parkgebühren und Stellplatzgebühren innerhalb der Stadt Oldenburg sind hoch. Wer mit dem ÖPNV anreist kann innerhalb der Stadt für kurze Wege auch dort bereitgestellte Stadt-Roller über eine App nutzen.
Kauf eines Elektrofahrzeuges | E-Auto-Booster
Wer jetzt über den Kauf eines Elektrofahrzeuges nachdenkt sollte zunächst einmal genau prüfen, welche Anforderungen an das Fahrzeug gestellt werden und welche Auflademöglichkeiten es gibt. Gut beraten sind Hausbesitzer,die bereits eine Photovoltaikanlage besitzen und damit günstig eigenen Strom erzeugen. Mieter haben bei Neubauten oft auch die Möglichkeit, an hauseigenen Schnellladestationen ihre Fahrzeuge aufzuladen. Auch das öffentliche Ladenetz über regionale und überregionale Anbieter wurde in den vergangenen Jahren stetig erweitert. So können oftmals während des Einkaufes im Supermarkt dort verfügbare Ladestationen genutzt werden. Eine Fahrradladestation bietet z.B. die Firma KORNKRAFT an ihrem Bioladen in Wardenburg an.
Die Preise für elektrische Kleinwagen sinken während die Auswahl steigt. Im November 2025 hat der ADAC sechs elektrische Kleinwagen einem Vergleich unterzogen. Den 1. Platz machte hierbei der Hyundai Inster mit einer Reichweite von 290 KM. Das Ergebnis des Vergleichstests finden Sie unter https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/guenstigste-elektro-kleinwagen-vergleich/
Für Pendler und KFZ-NutzerInnen, die sich vorwiegend im regionalen Umfeld aufhalten, ist die Neuanschaffung eines vollelektrischen Kleinwagens oder eines Plugin-Hybride-Fahrzeuges eine überlegenswerte Alternative. Bereits ab ca. 18.000,00 € ist ein günstiger Kleinwagen erhältlich. Ein Vergleich lohnt sich und oftmals lassen Autohändler noch mit sich handeln, so dass „Firmenrabatte" oder auch die Inzahlungnahme des Altfahrzeuges nochmals für eine Reduktion der Anschaffungskosten sorgen können. Auch VW will ab Mitte 2026 mit dem ID.Polo und den ID.1 als E-Up-Nachfolger den Kleinwagenmarkt in Deutschland aufmischen. Der Lucid Air Grand Touring gilt mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 970 km (teilweise über 800 km in Praxistests) z. Zt. als das Elektroauto mit der größten Reichweite.
Fördermöglichkeiten
Aktuell bietet die Bundesregierung unter dem Motto „ E-Auto-Booster" eine sozial gestaffelte Förderung von bis zu 6.000,00 € an. Die Anträge können voraussichtlich ab Mai 2026 gestellt werden. Förderfähig sind Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden. Die Förderung kann rückwirkend beantragt werden. Entscheidend ist dabei das Datum der Neuzulassung. Details zur Förderung sind unter https://www.bundesumweltministerium.de/foerderung/fragen-und-antworten-zur-e-auto-foerderung zu finden.
Akkupflege und Lademöglichkeiten
Für das Aufladen von Akkus für Fahrrad und E-Roller reichen zumeist herkömmliche Steckdosen. Aus Sicherheitsgründen sollten die Akkus regelmässig gewartet und fachgerecht gelagert sowie auch mit Blick auf den Brandschutz in entsprechend sicherer Umgebung mit den Originalladekabeln aufgeladen werden.
Fazit
Wer möglichst unabhängig von steigenden Kraftstoffpreisen an der Tankstelle werden möchte sollte über die Anschaffung einen Elektromobils (E-Bike, E-Roller, E-Motorrad, E-Auto o.a.) nachdenken und sich in verschiedenen Fachgeschäften beraten lassen. Langfristig werden die Kraftstoffpreise auf einem hohen Niveau bleiben und durch den weiteren Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur sind auch längere Strecken mit einem E-Fahrzeug bei entsprechender Planung kein Problem mehr.

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