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Corona-Krise: Schuhmacher weichen auf Extra-Leistungen aus

Schuhmacher Leistungen. Foto: unsplash

Oldenburg | Redaktion CS

Die Corona-Pandemie hält seit Monaten die Welt in Atem. Viele Länder waren im Frühling von einem Lockdown betroffen, in dessen Rahmen nahezu alle öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungsorte und auch Geschäfte geschlossen wurden. Das öffentliche Leben kam so auch in und um Oldenburg fast vollständig zum Erliegen. Mittlerweile sind die meisten Geschäfte wieder geöffnet – manche Branchen aber erholen sich nur langsam von den verordneten Schließungen. Dazu gehören auch die Schuhmacher, die mit noch immer geringen Kundenzahlen zu kämpfen haben.


Schuhmacher sind auch von der Corona-Krise betroffen und bieten vermehrt Extra-Leistungen an. Foto: unsplash

Auch nach Wiedereröffnungen: Aufträge bleiben aus

Die Schumacher in Deutschland und somit auch in Niedersachsen und Oldenburg schlagen Alarm: Auch nach der Wiedereröffnung der Geschäfte nach dem Corona-Lockdown hat das Niveau der Aufträge noch immer keine Normalität erreicht. Das Deutsche Schuhmacher Handwerk meldet, dass die Kunden weiterhin fortbleiben und die Auftragslage nicht einmal annähernd das Niveau erreicht hat, auf dem sie sich vor der Corona-Pandemie befunden hat. Insbesondere das Hauptgeschäft der Schuhmachergeschäfte, die Reparaturleistungen, weist starke und spürbare Einbrüche auf. Die Erwartung einer höheren Auftragsfrequenz hat sich bisher leider nicht erfüllt: Stattdessen suchen nur vergleichsweise wenige Kunden die vom Lockdown angeschlagenen Schuhmachergeschäfte auf.

Rückläufige Einnahmen: Alternativen müssen her

Grundsätzlich machen die Reparaturleistungen im Schuhmacherhandwerk bis zu 75 Prozent der Aufträge aus. Entsprechend hoch fallen die finanziellen Einbußen aus, wenn kaum Schuhreparaturen in Auftrag gegeben werden. Um den drohenden Bankrott zu verhindern, greifen viele Schuhmacher aktuell auf spezielle Sonderleistungen aus, so zum Beispiel auf das Anpassen und Anfertigen orthopädischer Einlagen. Dieser Sektor ist von den rückläufigen Kundenzahlen nicht oder nur sehr wenig betroffen. Das beweisen auch die immer zahlreichen Onlineshops, die orthopädische Einlagen nach Kundenwunsch anfertigen und versenden. Ein Beispiel dafür ist craftsoles.de: Hier erhalten sowohl Privat- als auch Kassenpatienten hochwertige Einlagen, die exakt zu ihren Füßen passen.

Schumacher erwarten höhere Einnahmen durch Einlagen und Maßschuhe

Während die Schuhreparaturen durch das Eintreten der Corona-Krise aktuell bei vielen Schuhmachern ein Verlustgeschäft darstellen, verspricht das Ausweiten der Serviceleistungen auf das Anfertigen von orthopädischen Einlagen sowie von Maßschuhen höhere Einnahmen. Dies könnte besonders die kleineren Unternehmen mit nur zwei bis fünf Beschäftigten über die Krise retten, denn diese sind besonders von drohenden Schließungen betroffen. Aber auch namhafte Reparatur-Dienstleister wie „Mister Minit" mussten bereits herbe Verluste hinnehmen. Der Trend ging schon vor der Corona-Pandemie nach unten, und durch das Virus und seine Folgen werden von den bundesweit 148 Filialen mindestens schließen können.

Schuhreparaturen im Sinne der Nachhaltigkeit durchführen lassen

Das Ende der Corona-Krise ist noch nicht abzusehen. Dennoch fragt sich auch die Schumacher-Innung bereits, wie es in Zukunft weitergehen kann. Die Tendenz soll definitiv wieder zu vermehrten Schuhreparaturen gehen – auch im Sinne der Nachhaltigkeit, denn Reparaturen können defekte Schuhe retten und verhindern, dass diese unnötigerweise im Müll landen. Wahrscheinlich wird es aber noch eine ganze Zeitlang dauern, bis sich die Kundenfrequenz und somit auch die Einnahmen wieder normalisieren. Bis dahin sind zusätzliche Dienstleistungen wie das Anpassen und Anfertigen orthopädischer Einlagen sinnvolle Maßnahmen, um sich fortlaufende Einnahmen zu sichern und drohende Schließungen abzuwenden. Ob auch nach Corona weiterhin orthopädische Einlagen beim Schuhmacher erhältlich sein werden, lässt sich derzeit aber noch nicht absehen.



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