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20jähriger Eisbader aus Oldenburg in Lebensgefahr

Am Dienstagmorgen - 27. Oktober 2026 - kam es an der Hunteanlegestelle an der Oldenburger Straße in Tungeln, Gemeinde Wardenburg zu umfangreichen Suchmaßnahmen nach einem 20-jährigen Mann aus Oldenburg, der gemeinsam mit einem Freund bei ca. 9° Wassertemperatur zum Eisbaden in die Hunte gestiegen ist. Der junge Mann wurde nach dem Eisbadeunfall von Rettungskräften nach über 30 Minuten aus dem ca. 9° kalten Wasser geborgen. 

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Themenfoto: Agentur GrAbo

WARDENBURG | PM Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch + Gemeindefeuerwehr Landkreis Oldenburg • Regionalredaktion Uta Grundmann-Abonyi

Am Dienstagmorgen gegen 07:28 Uhr teilte ein 40-jähriger Mann aus Oldenburg mit, dass sein 20-jähriger Freund an der Anlegestelle in die Hunte gestiegen und anschließend nicht wieder aufgetaucht sei. Beide Männer hatten dort gemeinsam Eisbaden durchführen wollen.

Daraufhin wurden umgehend umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Neben der Freiwilligen Feuerwehr aus Wardenburg waren unter anderem eine Drohnengruppe, Taucher, die Wasserrettung und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Einsatz. Zudem war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Bei einer Außentemperatur von etwa 12 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von rund 9 Grad Celsius konnte der Vermisste gegen 08:03 Uhr durch Rettungstaucher der Feuerwehr Oldenburg in unmittelbarer Nähe des Steges in einer Wassertiefe von etwa 1,90 Metern aufgefunden und geborgen werden.

Die Besatzung eines bereitstehenden Rettungswagens übernahm die Erstversorgung des 20-Jährigen vor Ort. Anschließend wurde er zur weiteren medizinischen Behandlung in eine umliegende Klinik gebracht. Für den jungen Mann besteht Lebensgefahr.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren am frühen Morgen zwei Personen gemeinsam zum Schwimmen in die Hunte gestiegen. Hierzu nutzten sie einen kleinen Steg an der dortigen Kanu-Einstiegsstelle. Während des Schwimmens tauchte einer der beiden Männer plötzlich unter. Sein Begleiter ging zunächst davon aus, dass dieser sich einen Scherz erlaubte. Als der Schwimmer jedoch auch nach einiger Zeit nicht wieder an der Wasseroberfläche erschien, erkannte er den Ernst der Situation und alarmierte die Rettungskräfte.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Wardenburg wurden daraufhin auch die DLRG-Ortsgruppe Oldenburg-Stadt sowie die Wasserrettung mit den Rettungstauchern der Feuerwehr Oldenburg alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich die Wasseroberfläche der Hunte völlig ruhig. Von der vermissten Person fehlte jede Spur. Die Feuerwehr Wardenburg brachte umgehend ihr Rettungsboot zu Wasser und leitete erste Suchmaßnahmen ein. Zwei mit Neoprenanzügen ausgerüstete Strömungsretter begaben sich zusätzlich ins Wasser. Angeleint und mit Suchstangen sowie weiteren Hilfsmitteln versuchten sie, die vermisste Person im Bereich der Einstiegsstelle aufzuspüren. Die ersten Suchmaßnahmen blieben jedoch erfolglos.

Parallel dazu forderte der Einsatzleiter die Drohnengruppe der Feuerwehr Littel zur Unterstützung an. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera befand sich bereits im Anflug auf die Einsatzstelle. Sowohl aus der Luft durch den Polizeihubschrauber als auch mithilfe der Feuerwehrdrohne wurde der betroffene Abschnitt der Hunte abgesucht. Trotz der umfangreichen Maßnahmen konnte die vermisste Person zunächst nicht lokalisiert werden.

Mit dem Eintreffen der Rettungstaucher der Feuerwehr Oldenburg wurde die Suche unter Wasser intensiviert. Die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte rüsteten sich mit Tauchgeräten aus und begannen unmittelbar im Bereich des Steges mit der Suche. Bereits kurze Zeit später gelang es ihnen, den leblosen Körper des vermissten Schwimmers in einer Wassertiefe von etwa 1,90 Metern unmittelbar an der Einstiegsstelle zu finden.

Der Mann wurde umgehend aus dem Wasser gebracht und an den bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. Dieser leitete sofort umfangreiche Reanimationsmaßnahmen ein. Anschließend wurde der Patient unter weiterer medizinischer Versorgung in ein Krankenhaus transportiert. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand liegen der Feuerwehr keine Informationen vor.

Gefahren beim Schwimmen in kalten Gewässern nicht unterschätzen

Der Einsatz verdeutlicht erneut die besonderen Risiken, die mit dem Schwimmen in natürlichen Gewässern verbunden sein können. Die Wassertemperatur der Hunte lag zum Einsatzzeitpunkt bei ungefähr zwölf Grad Celsius. Hinzu kommt, dass die Strömungsverhältnisse eines Flusses von außen nur schwer einzuschätzen sind. Auch wenn die Wasseroberfläche ruhig erscheint, kann unterhalb der Oberfläche eine durchaus spürbare Strömung herrschen.

"Das Schwimmen in kalten Gewässern birgt grundsätzlich gewisse Risiken. Gerade niedrige Wassertemperaturen und mögliche Strömungen können für Schwimmer schnell zu einer ernsthaften Gefahr werden", erklärt Feuerwehrpressesprecher Matthias Witthöft.

Positiv bewertet der Pressesprecher, dass die beiden Schwimmer nicht allein unterwegs waren. "Die beiden Männer hatten bereits eine wichtige Vorsichtsmaßnahme getroffen, indem sie gemeinsam ins Wasser gegangen sind. Dadurch war es dem Begleiter möglich, die Notlage zu erkennen und Hilfe zu alarmieren. Dennoch zeigt dieser Einsatz auf tragische Weise, wie schnell aus einer vermeintlich harmlosen Freizeitaktivität eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann."

Welche Umstände letztlich dazu führten, dass der Mann unter Wasser geriet und nicht selbstständig wieder auftauchen konnte, ist derzeit nicht bekannt. Ein Zusammenhang mit der Wassertemperatur oder den Strömungsverhältnissen lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht herstellen.

Rund 30 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt

An dem Wasserrettungseinsatz waren die Feuerwehr Wardenburg, die Drohnengruppe der Feuerwehr Littel, die Wasserrettung mit den Rettungstauchern der Feuerwehr Oldenburg sowie die DLRG-Ortsgruppe Oldenburg-Stadt beteiligt. Darüber hinaus waren ein Rettungswagen und ein Notarzt der Feuerwehr Oldenburg sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber im Einsatz.

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte in die Such- und Rettungsmaßnahmen eingebunden. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten die Maßnahmen der Feuerwehr beendet werden und die Einsatzkräfte wieder einrücken.

Zur genauen Ursache des Unglücks kann die Feuerwehr keine Angaben machen.


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