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Bauernhöfe statt Agrarfabriken - Demonstration zu Fuß und mit Treckern

ABL_c_Julian Haase

Am Samstag, 23. März findet in Oldenburg eine Demonstation für einen Wandel in der Agrarpolitik statt. Foto: ABL/Julian Haase

14. März 2019

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Demo am 23. März in Oldenburg

Das Agrarbündnis Niedersachsen und weitere Partner rufen auf, am 23. März 2019 auf die Straße zu gehen und vielfältige Zeichen zu setzen für eine bäuerliche Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Beteiligten, für Klima- und Umweltschutz und für gutes Essen aus der Region.

Demo AgrarOldenburg  - In Nordwestniedersachsen sind die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft allgegenwärtig. „Zur Erzeugung billiger Lebensmittel wird eine umweltschädigende und die Menschen ausbeutende Produktion im wahrsten Sinne des Wortes in Kauf genommen, die allein dem Profit von wenigen Agrar-, Verarbeitungs-, und Handelskonzernen dient. Die Existenz vieler Bauernhöfe ist stark bedroht", sagt Gunda Bruns, Landwirtin und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Die Organisator/innen sind überzeugt: Nur wenn die Gesellschaft konsequent für den Erhalt bäuerlicher Wirtschaftsweisen und von Kulturlandschaft einsteht, ist eine Agrarwende möglich. „Wir alle –Verbraucher*innen wie Lebensmittelerzeuger – sind für den Schutz von Tieren, Klima und Trinkwasser verantwortlich", betont Wiebke Fischer aus dem Vorstand des BUND Niedersachsen. „Gemeinsam fordern wir deshalb eine Landwirtschaft, die unsere Lebensgrundlagen erhält.

Ein Wandel in der Agrarpolitik muss her – mit mehr Wertschätzung von Mensch, Tier und Umwelt, fairen Erzeugerpreise, fairen Einkommen und Arbeitsbedingungen aller Beteiligten. „Die globale Agrarindustrie hat die Menschen aus dem Blick verloren. Mit ihrem Wachstumsparadigma bedroht sie u.a. durch Monokulturen, Pestizideinsatz und den extremen Preisdruck die Arbeitsbedingungen und die Gesundheit der Menschen und der Ökosysteme", sagt Canan Barski, Eine Welt-Promotorin im Ökumenischen Zentrum Oldenburg e.V.

Das bedeutet auch, dass die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen in den Schlachtbetrieben in der Region angeprangert werden müssen. Prälat Peter Kossen wird bei der Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in einem Redebeitrag die Situation schildern. Weitere Redebeiträge kommen von Wiebke Fischer (BUND), Georg Janssen (Bundesgeschäftsführer AbL), Peter Habbena (Landesvorsitzender Milchviehhalterverband BDM) und Milena Helberg (Fridays for future).

Für die Organisator*innen ist klar: „Die Politik muss handeln! Denn schon jetzt kann sie wichtige und notwendige Maßnahmen für bäuerliche Landwirtschaft, Klima-, Natur- und Tierschutz und bessere Bedingungen in der Ernährungswirtschaft ergreifen. Wir brauchen eine praxistaugliche Landes-, Bundes- und EU- Agrarpolitik, die gesellschaftliche Leistungen finanziell fördert statt Großbetriebe und Investoren zu subventionieren." Alle Forderungen finden sich unter www.agrarwende.de

 Demo

Samstag,  23. März -11 Uhr 

Bahnhofsvorplatz in Oldenburg

 Auf dem Schlossplatz bei der Abschlusskundgebung präsentieren sich auch die Bündnispartner und weitere Initiativen an Infoständen.

Hintergrund
Wir sind Bäuerinnen und Bauern, von konventionell bis bio, von Tierhaltung bis Ackerbau, Verbraucher*innen, Imker*innen, Natur- und Tierschützer*innen, Umweltaktivist*innen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche, Kämpfer für Arbeitnehmerrechte, Menschen aus Stadt und Land, die u.a. im Agrarbündnis Niedersachsen zusammenarbeiten.

Kontakt:

Eine Welt-Promotorin 

Ökumenisches Zentrum Oldenburg (ÖZO)
Kleine Kirchenstraße 12 

26122 Oldenburg

weltladen-oldenburg.de

Niedersachsen entwickeln für eine Welt



 





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