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Reform des Krankenhausgesetzes nicht ausreichend

Pflegepersonal

Der SoVD Oldenburg fordert eine bessere Pflegequote. Foto: Gerda_Mahmens_pixeliode.de
 

29. Oktober 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

„Reform des Krankenhausgesetzes vergisst, das Pflegepersonal zu verstärken und so Patientensicherheit zu erhöhen"

Vergangene Woche beschloss der Niedersächsische Landtag, die Krankenhausgesetze zu verschärfen, um die Sicherheit der Patienten zu erhöhen. Der SoVD Oldenburg fordert eine bessere Pflegequote.

Oldenburg - „Wir begrüßen es, die Sicherheit und Betreuung in Krankenhäusern zu verbessern. Doch ein zentraler Faktor guter und sicherer Pflege ist auch ausreichend Personal. Der SoVD Oldenburg fordert: „Wir brauchen eine bessere Pflegequote: mehr Pflegerinnen und Pfleger für weniger Patienten", sagt Dr. Jörg Christian Hülper, Regionalleiter des SoVD Weser-Ems.

Nach den Morden durch einen Pfleger in zwei Krankenhäusern in Delmenhorst und Oldenburg hat die Landesregierung reagiert, um derartige Verbrechen künftig auszuschließen. Das dazu verabschiedete Gesetz sieht vor, die Patientensicherheit zu erhöhen, etwa durch anonyme Fehlermeldesysteme oder regelmäßige Konferenzen zu häufigen Todesursachen. Zudem soll jedes Krankenhaus zukünftig einen „Plan zur Unterstützung bei berufsbezogenen Belastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellen Damit soll der hohen Dauerbelastung bereits präventiv entgegengewirkt werden", so die Landesregierung.

Hülper: „Das neue Gesetz will mehr Gesetz für Patienten. Das ist gut. Es stellt dazu vornehmlich auf organisatorische Warnsysteme und mehr Achtsamkeit ab. Aber wir brauchen nicht nur einen Plan, um das Krankenhauspersonal bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Wir brauchen auch mehr Personal. Die Pflege-Quote ist zu verbessern. Denn das Verhältnis zwischen Pflegekraft und Patient zeigt nicht nur die Qualität der Arbeitsbedingungen. Es beeinflusst auch die Qualität der Pflege und damit die Patientengesundheit. Mehr Personal kann heißen: Geringeres Risiko von Infektionen, Thrombosen und Todesfällen durch überraschende Komplikationen."

Kontakt:

SoVD-Beratungszentrum Oldenburg (Sozialverband Deutschland e.V.)

Donnerschweer Str. 4

26123 Oldenburg

www.sovd-oldenburg.de

SoVD Sozialverband Deutschland Logo

                                                        

 


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