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Geldgewinne versteuern - Wann ist es notwendig?

Gewinnversteuerung Foto: kat-yukawa-754726-unsplash

In der Regel sind Gewinnsummen steuerfrei. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Foto: kat-yukawa-754726-unsplash

02. Oktober 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Was bleibt übrig vom Gewinn?

Jeder achte Erwachsene aus unserem Landkreis nimmt zumindest monatlich an der Lottoziehung teil. Ein etwas kleinerer Anteil der Bevölkerung weiß zudem den Nervenkitzel von Casinos und Sportwetten zu schätzen. Mit der Hoffnung auf den großen Gewinn sind sogleich Sorgen um die Versteuerung des Betrags verbunden. Doch welche Regelungen wären im Erfolgsfall zu beachten, um einen möglichst großen Anteil des Geldes behalten zu können?

Oldenburg  - In den meisten Fällen müssen sich die glücklichen Gewinner keine weiteren Sorgen um die Besteuerung ihres Geldes machen. Dafür sorgte die Bundessteuerberaterkammer, welche das so erzielte Einkommen keiner besteuerbaren Sparte zuordnete. Entgegen der weitläufigen Meinung gilt dies nicht nur für das staatlich geprägte Glücksspiel, wie etwa bei der Lotto GmbH. Stattdessen trifft es auf alle Geldgewinne zu, die nach dem Prinzip des Zufalls erzielt werden. In anderen Ländern existiert eine feste Grenze, ab der Gewinne aus dem Glücksspiel wieder Steuerpflichtig werden. In der Schweiz ist dies ab einer Million Franken der Fall. In Deutschland können die Spieler ihre Gewinnsumme jedoch in unbeschränkter Höhe unversteuert in Empfang nehmen.


Die Wettsteuer ist zu bezahlen

Auch die Gewinne aus Sportwetten sind generell steuerfrei. Zu bezahlen bleibt allerdings die Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent, wie sie der Glücksspiel-Staatsvertrag vorsieht. Doch aufgrund einer trüben gesetzlichen Regelung bleibt unklar, welche Partei letztlich die Bezahlung der Wettsteuer übernimmt. Während die Kunden mancher Buchmacher das Glück haben, die Bezahlung der Steuer dem Buchmacher überlassen zu können, wird sie an anderer Stelle zumindest vom Spieler verlangt. Weitere Informationen zur Steuer sind hier zu finden. So können Sie gezielt Anbieter auswählen, welche die Wettsteuer nicht zu Lasten ihrer Kunden auslegen.


Vorsicht bei laufenden Erträgen

Auch laufende Erträge können aus dem Glücksspiel erwachsen und damit das Einkommen erhöhen. Dies betrifft etwa den Fall eines besonders hohen Geldgewinns, der von seinem rechtmäßigen Besitzer gewinnbringend angelegt werden kann. Die Zinsen und Renditen, welche aus der Gewinnsumme erwachsen, werden mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent belegt. Damit schmälern sich die möglichen Erträge des Spielers bereits.

Auf der anderen Seite stehen Gewinnausschüttungen, wie sie im Falle der beliebten Rentenlotterien typisch sind. Dort erhalten die Gewinner keine einmalige Ausschüttung eines hohen Betrags, sondern können sich auf monatlicher Basis über ein zusätzliches Einkommen freuen. Diese Sofortrente, welche meist über einen Zeitraum von vielen Jahren gezahlt wird, ist dann auf normale Weise zu versteuern. Auch aufgrund dessen stehen Gewinner vor der Aufgabe, genau zwischen den beiden Varianten abzuwägen und die persönliche Entscheidung auf diesem Gebiet gut zu überdenken.


Liberale Ansätze
In der Gesamtheit verfügt Deutschland aktuell über eine liberale Besteuerung der Gewinne zu Gunsten der Spieler. Diese profitieren von der Möglichkeit, einmalige Jackpots steuerfrei zu erhalten, egal wie hoch diese am Ende ausfallen. Auch die Abgeltungssteuer, welche für daraus erwachsende Zinsen anfällt, wird den Geldsegen bei hohen Ausschüttungen kaum trüben. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass sich dieser Glücksfall einstellt und die Kenntnis dieser steuerlichen Grundlagen endlich zur Anwendung im persönlichen Fall kommen kann.

 

Auf zum
411. Oldenburger Kramermarkt
28. September bis 7.Oktober 2018

Kramermarkt Foto: Pixabay

Hier erhalten Sie weitere Informationen: www.kramermarkt.info          Foto: Pixabay

                                                        

 


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