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Revier Cloppenburg: Mehr Mischung, mehr Holz, mehr Nachwuchs

Waldentwicklung_HermannBoyer. Foto: Landesforsten/Rainer Städing

Mehr Laubholz: Revierförster Hermann Boyer freut sich über jede Buche - hier mitten in natürlich ausgesäten Fichten, Douglasien und Tannen Foto: Niedersächsische Landesforsten/Rainer Städing

01. Februar 2019

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Revier Cloppenburg mit neuer Arbeitsleitlinie

Ein deutliches „Mehr" schrieb der Gutachter des Niedersächsischen Forstplanungsamtes dem Forstrevier Cloppenburg in das Arbeitsprogramm der nächsten zehn Jahre. Jeder Waldbestand der Revierförsterei wurde im vergangenen Jahr von dem Experten für Waldinventur abgelaufen. Er bescheinigte dem 2.100 Hektar großen Revier Cloppenburg einen guten Pflegezustand und machte Vorschläge für die weitere Entwicklung aller Waldgebiete.

WaldentwicklungClp_Verjüngungskegel. Foto: Landesforsten/Rainer StädingAhlhorn | Landkreis Cloppenburg  - Fast die Hälfte des Revieres wurde nach dem verheerenden 1972-er Sturm mit Kiefer, Douglasie und Eiche neu aufgeforstet. „Die damals gepflanzten Nadelbäume sind so wüchsig, dass hier und in den älteren Nadelwäldern deutlich mehr erntereife Bäume heranwachsen", so der zuständige Förster Hermann Boyer, der den Wald seit 37 Jahren betreut. „Wir steigern die Nutzung von 9.000 auf über 12.000 Kubikmeter Holz pro Jahr und bleiben dabei nachhaltig, denn es wachsen dreißig Prozent mehr Holz im Wald zu, als wir entnehmen."

Mehr Mischung: Zwischen erntereifen Douglasien hat sich in einem Lichtschacht Nachwuchs von Douglasie, Fichte, Tanne, Buche und Birke angefunden. Foto: Niedersächsische Landesforsten/Rainer Städing

Mit der verstärkten Holznutzung wird auch der Waldumbau nach den ökologischen Waldentwicklungsrichtlinien der Niedersächsischen Landesforsten vorangetrieben. So sollen in den nächsten zehn Jahren alleine 50 Hektar Eichen- und 30 Hektar Buchenpflanzungen überwiegend unter dem lockeren Schirm alter Kiefernwälder angelegt werden. Im gesamten Revier säen sich viele Nadelbäume, vor allem Douglasien, von selbst aus. Dieser Prozess wird durch gezielte Auflichtung und durch Pflanzung von Buchen, aber auch Douglasien und Tannen unterstützt um einen vielgestaltigen Mischwald zu entwickeln. „Diese Entwicklung wird hauptsächlich zu Lasten der fast 40 Prozent Kiefern gehen", so Boyer. Auch die Fichtenbestände sollen auf sogenannten Risikostandorten, wo sie dem Klimawandel mit trockenen Sommern nicht standhalten, durch Douglasien und Laubbäume ersetzt werden.

„Wir können mehr Holz ernten und gleichzeitig werden die Wälder bunter und vielfältiger", so Stefan Grußdorf, stellvertretender Leiter des zuständigen Forstamtes Ahlhorn. „Im südlichen Teil des Dwergter Sandes erhalten wir allerdings auf den dünenreichen Wehsanden den typischen Charakter des dortigen Kiefernwaldes mit Birken und Eichen. Sie prägen das Landschaftsbild im touristisch stark frequentierten Bereich um die Thülsfelder Talsperre. Damit wird auch die kulturhistorische Leistung der Wiederbewaldung gewürdigt."

Kontakt:

Niedersächsische Landesforsten

Vechtaer Str. 3 | 26197 Ahlhorn

www.landesforsten.de

 

                                                        

 


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