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Schadensbilanz im Forstamt Ahlhorn

Käferbefall_Hagel_Großenkneten. Foto: Niedersächsische Landesforsten

Mehrere Stürme und die Trockenheit dieses Jahres führten zu einer erhöhtenSchadensbilanz im Forstamt Ahlhorn. Foto: Niedersächsische Landesforsten

10. Oktober 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Trockenheit und Stürme machen der Nautr zu schaffen

Eine durchwachsene Jahresbilanz zieht das Forstamt Ahlhorn dieser Tage. Die Stürme Xavier und Herwart im Oktober letzten Jahres und Sturm Friederike im Januar dieses Jahres haben geschätzt 30 Prozent des jährlichen Holzeinschlages von 60.000 Kubikmetern Nutzholz geworfen. Die ab Mai folgende durchgängige Trockenheit hat nicht nur in den Neupflanzungen aus dem Winter und Frühjahr sondern auch in den Kulturen der letzten zwei bis drei Jahre Ausfälle von bis zu 50 Prozent ergeben.

Ahlhorn | Landkreis Oldenburg  -  In den Bereichen Ahlhorn-Regente und Augustendorf müssen ganze Pflanzungen erneuert werden. Für Betriebsdezernent Stefan Grußdorf sind die Herausforderungen aber noch nicht vorbei: „Die Trockenheit hat auch bei uns die Entwicklung der Fichtenborkenkäfer sehr befördert und wir sind bis Mitte des Monats mit drei Holzerntemaschinen dabei nur Käferfichten zu ernten." Für alle gesunden Nadelbäume ist der Holzeinschlag in den gesamten Niedersächsischen Landesforsten mittlerweile eingestellt. „Da viel mehr Käfer als üblich in der Bodenschicht überwintern werden, müssen wir bei einem warmen Frühjahr weiter mit einer verstärkten Käferentwicklung rechnen", schildert Grußdorf die voraussichtlich nicht nachlassende Belastung für den Wald und das Forstamtspersonal.

Kupferstecher_Fraßbild_Larven_Jungkäfer. Foto: Niedersächsische Landesforsten   Da die Landesforsten-Mitarbeiter in Südniedersachsen seit dem Januar-Sturm im Katastrophen-Modus arbeiten, sind auch aus dem Forstamt Ahlhorn Forstwirte, Förster und Forstmaschinen im 2-4-wöchigen Turnus in Südniedersachsen zur Hilfeleistung im Einsatz. „Allein von August bis November ist abwechselnd ein Drittel unserer Forstwirte und der Forstamtsschlepper im Forstamt Münden im Einsatz, dazu helfen unsere Förster jeweils für 14 Tage dort die Revierleiter zu entlasten. Im Frühjahr nächsten Jahres rechne ich mit ähnlichen Hilfseinsätzen für die Kollegen im Süden", so der Betriebsdezernent zur personellen Situation im Forstamt.

Auch im Winter wird das Forstamt nicht zum Normalbetrieb zurückkehren. Der Holzeinschlag soll sich auf Laubbäume konzentrieren: „Die Laubholzsägewerke haben im letzten Winter wegen der Nässe wenig Holz aus den Wäldern bekommen und sind nun dringend auf Lieferungen angewiesen um den Betrieb aufrecht erhalten zu können." Zudem seien umfangreiche Planungen für die Ersatzpflanzungen und für das Auspflanzen der Schadensflächen notwendig, die bei mildem Wetter im Winter beginnen könnten. „Das normale Pflanzprogramm sind 225.000 Bäume, davon alleine 100.000 Eichen und Buchen", so Grußdorf. „Wir sind aber auch offen für andere Baumarten und wollen künftig weitere klima-elastische Baumarten probieren." So stehen auch deutliche Mengen an Esskastanie, Flatterulme, Bergahorn und Winterlinde im diesjährigen Plan. „Auf den trockenen Sandstandorten ist künftig die amerikanische Roteiche aber auch die heimische Kiefer eine wichtige Alternative für einen klimaangepassten Waldbau", fasst Grußdorf die Herausforderungen, die sich in diesem Jahr deutlicher als zuvor gezeigt haben, zusammen.

 Kupferstecher Fraßbild Larven der Jungkäfer. Foto: Niedersächsische Landesforsten

Kontakt:

Niedersächsische Landesforsten

Vechtaer Str. 3 | 26197 Ahlhorn

www.landesforsten.de

 

                                                        

 


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