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Exkursion mit der Umweltstiftung Weser-Ems an den Langwarder Groden bei Butjadingen

 12. Juni 2019 | Onlineredaktion: Uta Grundmann-Abonyi | Redaktion GrAbo

Mit UWE unterwegs - an die Küste nach Butjadingen

Die Umweltstiftung Weser Ems (UWE) lud zu einer Fachexkursion an den Langwarder Groden bei Butjadingen ein und zahlreiche Naturinteressierte aus der Region folgten der Einladung. Unter der fachkundigen Leitung von Susanne Koschel, Jürn Bunje und Gundolf Reichert von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer wurde das einmalige Renaturierungsprojekt in der Gemeinde Butjadingen vorgestellt. Den besonderen Stellenwert des Projektes für den Naturschutz und für den naturverträglichen Tourismus stellte Bürgermeisterin Ina Korte bei ihrer Begrüßung heraus. Die Küstenlandschaft rund um Butjadingen ist Bestandteil des Nationalpark Niedersächsisches Watten­meer. 2009 wurde das Gebiet in die Liste der UNESCO – Welterbe aufgenommen. Es steht somit in seiner Bedeutung auf einer Ebene mit dem Great Barrier Reef, dem Yellowstone-Nationalpark oder dem Nationalpark Victoriafälle.

Der Langwarder Groden von oben: Ein Juwel für den Naturschutz und ein einmaliges Ausflugziel.

Mit Ferngläsern und Spektiven „bewaffnet" ging es begleitet vom Gesang der Feldlerchen und den Rufen der Uferschnepfen in die Grodenflächen. Die Salzwiesen gehören zu den besonders seltenen und gefährdeten Lebensräumen. Eine Möglichkeit die Flächen dieses einzigartigen und vielfältigen Lebens­raumes zu vergrößern ist es, durch die die Öffnung der Sommerdeiche wieder eine regel­mäßige Salz­wasserüberflutung der gesamten Vordeichflächen zu ermöglichen. Nur so kann der Lebens­raum der seltenen Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben. Es bedurfte eines langen Abstimmungsprozesses bis alle Interessen, vorallem der Hochwasserschutz, aber auch die land­wirt­schaftliche Nutzung und der Tourismus in die Planungen integriert werden konnten.

Mit dem Besucherkonzept „Natur erleben Langwarder Groden" wird erreicht, dass die Besucherinnen und Besucher die Schönheit des Lebensraumes aktiv erleben können. Auf dem Rundwanderweg mit dem Bohlensteg lässt sich die Dynamik des Lebensraumes live erleben.

Unter fachkundiger Führung von Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung wurde den Exkursionsteilnehmern die Ökologie im Langwarder Groden vorgestellt.

Die Exkursionsteilnehmer konnten sich selbst überzeugen, dass es im Langwarder Groden gelungen ist, diesen Lebensraum wiederherzustellen. Feldlerchen trällerten ihren Gesang – früher war dieser Vogel in allen Grünlandlebensräumen zu finden. Infolge der Intensivierung der Landwirtschaft kommen die Vögel jetzt nur noch in diesen Rückzugsräumen vor. Schwärme von Sandregenpfeifern, Kiebitzregen­pfeifern und Knutts zogen mit dem auflaufenden Wasser vom Watt in die Salzwiesen. Uferschnepfen, Rotschenkel, Schafstelze, Wiesenpieper, Steinwälzer, Austernfischer, Säbelschnäbler, Rohrweihe, Brandgänse – die Liste der Vogelarten, die die Besucher zu Gesicht bekamen, ließe sich noch fortführen. Kurzum es war eine lohnende Tour sowohl für Ornithologen als auch für Besucher, die einfach nur den herzlichen Anblick der ursprünglichen Landschaft genießen wollte.

Die Umweltstiftung Weser Ems unterstützte finanziell das Konzept des Besuchererlebnisses und die Ausstellung im Nationalparkhaus in Fedderwardersiel.

umwelt stiftung weser-ems LogoUmweltstiftung Weser-Ems (UWE)

Die Umweltstiftung Weser-Ems ist eine private und unabhängige Stiftung. Sie geht zurück auf die Initiative des Oldenburger Ehepaares Brunken im Jahre 1989.
Nachhaltigkeit, Arten- und Biotopschutz sind die Themen­­gebiete von UWE- aus Verantwortung für kommende Generationen. Mit verschiedenen Projekt­partnern wie Naturschutzverbänden, Umweltzentren, Schulen, Vereine, Gemeinden aber auch Einzel­personen werden die Vorhaben realisiert.

Weitere Informationen über die Umweltstiftung Weser-Ems und die geförderten Projekte finden sie auf unserer Homepage www.uwe-stiftung.de

Langwarder Groden

In den 1930 er Jahren wurde der Langwarder Groden als Beitrag zum Hochwasserschutz eingedeicht. Die Fläche wurde von der natürlichen der Salzwiesen abge­schnitten. Nachdem der Hauptdeich erhöht wurde und somit der Hochwasserschutz gewährleistet ist, konnte der Sommerdeich geöffnet, und somit die natürliche Dynamik auf ca. 140 Hektar wieder initiiert werden. Das Projekt wurde als Ausgleich für 3 Großprojekte am Jadebusen von der Nationalparkverwaltung umgesetzt. Weitere Informationen: www.nationalpark-wattenmeer.de

Exkursion an den Langwarder Grooden Butjadingen Nordsee - Foto umwelt stiftung weser-ems

Der Langwarder Grooden Butjadingen Nordsee - Foto umwelt stiftung weser-ems

Bericht + Fotos: Ewald Tewes | Umweltstiftung Weser-Ems

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