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Kostenübernahme und Voraussetzungen einer Umschulung

Umfragen haben ergeben, dass viele Menschen in ihrem Beruf nicht zufrieden sind oder kaum die Möglichkeit auf einen Aufstieg haben. Zudem ist die Arbeitslosenrate nach wie vor hoch. Eine mögliche Lösung für die Problematiken kann eine Umschulung sein. Allerdings sind dafür einige Voraussetzungen notwendig und auch die Frage nach der Kostenübernahme stellt sich.

Lernen in einer Gruppe ist möglich über die Volkshhochschulen. Foto: StockSnap Pixabay - Landkreis Kurier

OLDENBURG - DEUTSCHLAND • Gastartikel Robert Klatt | Onlineredaktion Uta Grundmann-Abonyi GrAbo • Artikel enthält WERBUNG

Die Voraussetzungen für eine Umschulung

Die eigene Bildung findet ihr Ende nicht mit dem Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums. Es gibt viele Menschen, die im Laufe der Zeit feststellen, dass der erlernte Beruf nicht das ist, was auf die Dauer durchgeführt werden soll. Weiterbildungen oder Fortbildungen können dabei helfen, neue Wege zu gehen. Diese sind jedoch thematisch an den Beruf angelehnt. Wer sich völlig neu orientieren möchte, der kann eine Umschulung in Anspruch nehmen. Abhängig davon, bei welchem Anbieter die Umschulung erfolgen soll, sind unterschiedliche Voraussetzungen notwendig. So gibt es die Umschulung bei der HSL Akademie, die eine besondere Spezialisierung anbietet. Aber auch über die Agentur für Arbeit können Umschulungen in Anspruch genommen werden. Hier sind die Voraussetzungen allerdings sehr streng:

- Bewerber*innen für eine Umschulung müssen 18 Jahren oder älter sein.
- Es ist notwendig, dass eine abgeschlossene oder abgebrochene Erstausbildung vorliegt.
- Eine Voraussetzung ist eine bestehende oder kurz bevorstehende Arbeitslosigkeit.
- Gibt es keine Perspektiven im eigenen Beruf, kann ebenfalls eine Umschulung beantragt werden.

Wenn deutlich wird, dass Bewerber*innen nach der Umschulung besonders gute berufliche Aussichten haben, kann dies ebenfalls zu einer Zusage führen.

Nutzung der Bildungsberatung als erster Schritt

Viele Anbieter oder Agenturen für Arbeit haben eine sogenannte Bildungsberatung. Es handelt sich um ein kostenfreies Beratungsangebot, über das Interessenten feststellen können, ob sie die Voraussetzungen für eine Umschulung erfüllen. Generell wird hier auch geschaut, welche Angebote es in den gewünschten Umschulungs-Bereichen gibt, ob Plätze frei sind und ob es sich um förderfähige Angebote handelt.

Die Finanzierung der Umschulung

Nur bei förderfähigen Angeboten wird durch die Agentur für Arbeit auch ein Bildungsgutschein ausgestellt. Der Bildungsgutschein hat eine begrenzte Gültigkeit und kann bei Anbietern eingelöst werden, die als förderungsfähig gelten. In diesem Fall erfolgt die Finanzierung durch die Agentur für Arbeit.

Keine Kostenübernahme gibt es, wenn die Umschulung aus Sicht der Agentur für Arbeit nicht notwendig ist. Bei einer sicheren Anstellung und einer guten Perspektive in dem Beruf wird eine Umschulung nicht finanziert. Hier müssen die Kosten selbst getragen werden. Es gibt aber auch die Option, eine Umschulung durch den Arbeitgeber finanziert oder unterstützt zu bekommen.

Wenn es zu internen Umstrukturierungen kommt und Mitarbeiter in einem bestimmten Bereich gesucht werden, kann auf eine Umschulung zurückgegriffen werden. Hier gibt es vertragliche Vereinbarungen, die dafür sorgen, dass die umgeschulten Mitarbeiter für eine gewisse Zeit an das Unternehmen gebunden sind. Dies ist auch in Bezug auf Weiterbildungen eine gängige Praxis.

Wann ist eine Umschulung lohnenswert?

Bevor es auf die Suche nach der passenden Umschulung und der Kostenübernahme geht, sollte sich die Frage gestellt werden, welche Vorteile diese mit sich bringt. Um abschätzen zu können, inwieweit die Umschulung neue Perspektiven bietet, helfen einige Fragen. Welche Ziele hat man beruflich in zehn Jahren? Wo möchte man gerne stehen? Wird ein kompletter Neuanfang angestrebt? Wie kann das Ergebnis ohne eine Umschulung aussehen?

Zudem sollte sich umfassend darüber informiert werden, welche generellen Chancen die Umschulung bietet und ob in dem Bereich auch Mitarbeiter*innen gesucht werden. Es gibt einige Berufe, die eine besonders hohe Nachfrage haben und durch Umschulungen erreicht werden können. Dazu gehören Lokführer*innen und Mediengestalter*innen, Industriekaufleute, Fachkräfte für die Lagerlogistik sowie Fachinformatiker*innen. Damit sind umfassende Bereiche abgedeckt.

Gerade in Oldenburg ist der Fachkräfte-Mangel ein Thema. So hat sich 2015 die Oldenburger Fachkräfte-Initiative gebildet und sich aktiv der Fachkräftesicherung verschrieben. Dennoch hat sich gezeigt, dass der Mangel an Fachkräften in der heutigen Zeit kaum aufzuhalten zu sein scheint. Bereiche, in denen sich dieser stark zeigt, sind der Personen- und Güterverkehr sowie das Beherbergungsgewerbe und der IT-Bereich.

Die Umschulung als Chance sehen

Der Kampf um die Zusage für eine Umschulung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch kann er sich lohnen. Für viele Arbeitnehmer*innen ist die Umschulung eine der wenigen Chancen, um in ihrem Leben noch einmal neu zu beginnen oder sich beruflich einen Wunsch zu erfüllen. In vielen Fällen sind auch Erkrankungen der Auslöser dafür, dass eine Umschulung ins Sichtfeld rückt. Immer häufiger gelten als Auslöser nicht nur körperliche Erkrankungen, sondern auch psychische Aspekte. Burn-out sowie Depressionen machen es häufig unmöglich, den Beruf weiter auszuüben. Inzwischen sind sie anerkannte Voraussetzungen dafür, dass eine Umschulung durch die Agentur für Arbeit möglicherweise der Umschulung zustimmt und auch die Kosten für diese trägt.


Foto: Pixabay | Stock Snap


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