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SOS – Ein Notruf aus der Uni

AStA

Oldenburg | Redaktion CS

Jedes Jahr der gleiche Schreck und keine Besserung in Sicht. Studierende sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung. Mangel an Lehrpersonal, marode Gebäude, veraltete Technik, kommissarische Besetzung von Professurstellen und Unterfinanzierung der Studierendenwerke an der Uni erschweren das Studium, parallel explodieren die Lebenshaltungskosten insbesondere aufgrund der steigenden Mieten.

Die AStA fordert dringend bezahlbaren Wohnraum und BAföG als Vollzuschussfür Studenten. Foto: AStA

Wohnungsnot für Studenten

AStADie prekären Rahmenbedingungen sind bekannt und spitzen sich Jahr für Jahr weiter zu. Es fehlt an staatlichen Mitteln, die Bildungsqualität leidet. Die Konsequenz ist mangelnde Beteiligung der Studierenden, die sich, statt zu lernen mit Nebenjobs, Raum- und Personalmangel herumschlagen müssen. Statt die Probleme anzugehen bekämpft die Universität das Symptom mittels kruder und nicht nachvollziehbarer Methoden wie Anwesenheitspflicht, die eigentlich gesetzlich verboten ist, speziell gekennzeichneter Übungszettel sowie Sitzzettel. An einigen Instituten folgt eine Beschäftigungstherapie durch Aufgaben wie dem Zusammenfassen von Texten und der Vergabe von Kurzreferaten. In der Didaktik der Mathematik führte ein alternativloses Modul, dass nur von einer einzigen Lehrenden gegeben wird, bereits zum Abwandern von 50 Studierenden. Unklare Anforderungen, inkonsistentes Bewertungsschema und überfüllte Sprechstunden machten die Vorbereitung auf die Modulprüfung kaum möglich. Besserung ist leider nicht in Sicht, statt besserer Finanzierung des Mittelbaus und dem Ausbau von Forschung und Lehre werden diese durch die Schaffung reiner Lehrstellen weiter gespalten, eine Verschulung der Universität und noch weniger Pluralität an Lehrpersonal ist die Folge.

Trotzdem steigen die Kosten für Studierende. Die Studierendenwerke leiden an einem Sanierungsstau, da zugesagte Förderungen des Landes Niedersachsen für die Sanierung ausgeblieben sind. Der Landesrechnungshof bezifferte diesen bereits im Jahr 2012 mit 149 Millionen Euro bis zum Jahr 2024. Das dieser Betrag mittlerweile angestiegen ist, kann auch den Wissenschaftsminister nicht überraschen. Die Rücklagen der Studierendenwerke (2012 noch rund 83 Millionen Euro) hierzu sind nahezu verbraucht. Die Rechnung der Landesregierung lautet, dass Studierende, deren Einkünfte im Durchschnitt unter dem Hartz IV - Niveau liegen, für die Sanierung und den Neubau von Unterkünften zahlen müssen. Die Studierendenwerke in Göttingen und Hannover haben aktuell deutliche Anstiege der Beiträge auf über 115 Euro pro Semester angekündigt, in Braunschweig liegen diese schon bei 104 Euro, mit einer jährlichen Steigerung von 2 Euro, in Oldenburg ringt man schon traditionell mit einer Liquiditätslücke. Während der Anteil der Finanzhilfen des Landes an der Gesamtfinanzierung der Studierendenwerke nur noch rund 10 Prozent beträgt, erreicht der Anteil der Studierenden inzwischen mehr als 25 Prozent. Nötig wäre ein Sofortbauprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro, sowie die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25 Prozent und einer automatischen, jährlichen Erhöhung des Landeszuschusses um 3 Prozent.

Die AStA fordert all das. Schluss mit #LernenAmLimit ! Es braucht dringend bezahlbaren Wohnraum, BAföG als Vollzuschuss für alle, deutlich mehr Geld für Bildung.

Foto: AStA

Kontakt:

Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)

Carl von Ossietzky Universität

Uhlhornsweg 49–55
26111 Oldenburg

Sprechzeiten:

Dienstags, 10-12 Uhr, AStA-Trakt

Freitags, 10-12 Uhr, AStA-Trakt

www.asta-oldenburg.de

Asta






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