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Naturschutz im eigenen Garten – So geht’s!

In den letzten Jahren dreht sich viel um das Thema Klimawandel. Dabei ist im Grunde genommen jedoch niemanden geholfen, wenn Menschen nur auf Demonstrationen Schilder hoch halten. Davon wird nichts besser. Die Lösung beginnt vor der eigenen Haustür. Ein jeder hat es in der Hand, etwas Gutes für die Umwelt zu tun und einen wesentlichen Anteil zum Naturschutz zu leisten. Das funktioniert übrigens sehr gut ohne, dass seitens politischer Willenskraft alles verboten oder vorgegeben wird. Mit wenigen, aber sehr effektiven Mitteln, wird der heimische Garten zu einem Paradies für Pflanzen und Tiere.

Wildblumenwiese im Naturgarten. Foto: Ilona Frey - Unsplah

Dieser Artikel enthält WERBUNG | Gastbeitrag

Lebensraum Blumenwiese

Es mag in manchen Gärten aussehen, als würden sie wahllos verwildern. Dabei ist es lediglich der Blickwinkel, der geändert werden muss. Ein streng nach Vorschrift gemähter Rasen gefällt sicher vielen, aber der Natur entspricht es nun mal nicht. Ein Kompromiss, der wirklich leicht umsetzbar ist, wäre einen Teil des Rasen der Natur zu überlassen. Diese Ecke im Garten kann man natürlich ein wenig abgrenzen. Jene wilde Wiese jedoch wird zu einem Paradies für Insekten und kleine Säugetiere, deren Lebensraum die Blumenwiese ist. Unterstützend kann hier mit entsprechenden Blumensamen nachgeholfen werden. Samen dafür gibt es in einer großen Auswahl und die Bienen werden es einem danken. Angesichts der warnenden Zahlen was das Bienensterben betrifft, ist das wohl das Mindeste was ein jeder zum Schutz dieser wichtigen Insekten tun kann.

Insektenhotels selbst bauen

Um den kleinen Gartenbewohnern eine attraktive Unterkunft zu bieten, empfiehlt sich ein Insektenhotel. Das muss nicht einmal teuer gekauft werden. Wer über ein wenig handwerkliches Geschick verfügt und das notwendige Material zur Hand hat, kann das selbst bauen. Wichtig ist hier, dass es verschied große Unterschlupfmöglichkeiten gibt. Um sich dazu ein wenig inspirieren zu lassen, helfen Anleitungen und Tutorials im Internet. Abgesehen davon, dass dadurch ein kleiner Beitrag zum Schutz dieser Tierart geleistet wird, ist es eine wunderbare Beschäftigung, die optimal auch mit Kindern vorgenommen werden kann. Das Insektenhotel sollte einen ruhigen Platz abseits im Garten finden, an dem sich möglichst selten Menschen aufhalten. Es kann idealerweise ganz in der Nähe der wilden Blumenwiese aufgestellt werden.

Hecken und Laubhaufen laden Nützlinge ein

Was erfreut einen Hobbygärtner mehr, als die Anwesenheit eines Igels auf seinem Grund und Boden. Der stachelige Geselle ist ein nützliches Säugetier, da auf seinem Speiseplan jene Insekten stehen, die den Gärtnern graue Haare wachsen lassen. Igel fressen Schnecken, Würmer und Käfer. Der wohl besten Pflanzenschutz, den man sich denken kann. Damit sich der Igel im Garten heimisch fühlt, muss er natürlich einen Platz finden, an dem er nicht nur eine Familie gründet, sondern auch, wo er den Winter über schlafen kann. Er bevorzugt Hecken und Laubhaufen. Im Garten darf also gern noch eine weitere Ecke entstehen, die ein wenig wild und natürlicher wirkt. Dem Igel wird es freuen und mit dem Verspeisen unliebsamer Gartenbesucher seinen Dank ausdrücken.

Regionale Produkte nutzen

Naturschutz bedeutet nicht nur, auf heimische Tiere und deren Lebensraum zu achten. Im Hinblick auf die Pflanzenwelt trifft selbiges zu. Wer in seinem Garten Nutzpflanzen, Obst und Gemüse anbauen möchte, sollte vorzugsweise auf regionale Gärtnereien setzen. Diese züchten die Pflanzen meist schon seit vielen Generationen. Sie kennen sich perfekt mit der Pflege aus und beraten zudem fachkundig. Des Weiteren erspart man durch den Kauf regionaler Samen und Pflanzen lange Transportwege. Es müssen keine Tomatenpflanzen aus Holland importiert werden, wenn im Nachbarort eine Gärtnerei diese anbietet. Selbst angebautes Obst und Gemüse schmeckt übrigens deutlich besser, als gekauftes. Einmal auf den Geschmack gekommen, möchte man es nie mehr missen.


Beim Anbau gilt es an Nachhaltigkeit zu denken. Um möglichst lange Nutzen des Bodens zu erlangen, setzen viele Bauern und Hobbygärtner wieder auf die altbewährte drei oder auch vier Felder Wirtschaft. Das funktioniert selbstverständlich auch im Kleinen. Durch die unterschiedliche Nutzung des Bodens über die Jahre, kann sich dieser besser erholen. Unterschiedliche Pflanzen ziehen schließlich unterschiedliche Nährstoffe heraus.
Geht es um das Düngen und anreichern des Bodens, muss auch nicht unbedingt die Chemiekeule geschwungen werden. Regionaler Dung und Mist ist selbst in Großstädten in entsprechenden Fachmärkten erhältlich. Das ist gewiss nicht unbedingt etwas für empfindliche Nasen. Die Natur jedoch dankt es.

Fazit

Es ist bei Weitem weder eine Kunst noch ein großes Hexenwerk, wenn es um den Naturschutz im kleinen Rahmen geht. Dieser beginnt bei jedem einzelnen Zuhause und trägt so zum Großen Ganzen etwas bei. Zudem ist es wichtig, dass Kinder wie Erwachsene lernen, dass wir mit und nicht nur von der Natur leben. Ein respektvoller Umgang mit Tieren und Pflanzen ist viel wichtiger, als auf Demonstrationen zu gehen. In diesem Sinne, hat es jeder ein wenig selbst in der Hand, täglich etwas Gutes zu tun.

Foto: Ilona Frey| Unsplash


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