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Klimaschutz: Greenpeace fordert Regierung auf zu Handeln

Zukunftskommission Landwirtschaft. Foto: Greenpeace

Oldenburg | Niedersachsen | Redaktion CS

Das gab es noch nie in Deutschland: eine Kommission zur Zukunft der Landwirtschaft, bei der Landwirt*innen, Wissenschaftler*innen, Umweltschützer*innen und Industrieverbände gemeinsam mit der Politik an einem Tisch sitzen. Die Kommission wurde durch die Bundesregierung eingesetzt und soll bis zum Sommer 2021 Empfehlungen erarbeiten, wie in Deutschland künftig Landwirtschaft betrieben werden soll. Gestern trat die Kommission zum ersten Mal zusammen. Zusammen mit anderen Umweltschutzverbänden erhebt Greenpeace hier die Stimme für den Schutz unserer Lebensgrundlagen.


Tiefgreifende Veränderungen in der Landwirtschaft sind notwendig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, Tierwohl durchzusetzen und Landwirt*innen zu unterstützen. Foto: Greenpeace

Kommission zur Zukunft der Landwirtschaft

Für Greenpeace geht es um nichts weniger als den Systemwechsel. "Wir müssen weg von einer Billigproduktion, bei der unsere Kinder und Enkelkinder die Folgekosten einer zerstörten Umwelt tragen müssen. Ich werde mich mit aller Kraft und mit Unterstützung des Landwirtschaftsteams von Greenpeace für eine zukunftsfähige, naturnahe Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel einsetzen. Wir fordern den Umbau der Tierhaltung sowie sofortigen Klima- und Artenschutz, wollen aber auch weiteres Höfesterben verhindern. Das sind einige wichtige Themen, für die wir dringend gemeinsam Lösungen finden müssen.", so Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand  von Greenpeace e.V.

Veränderung geht nur miteinander

Greenpeace wird aber nicht um Zentimeterbreiten von Abferkelbuchten oder Milligramm von Pestiziden feilschen. Es geht ums Ganze. Die deutsche Landwirtschaft muss komplett umgebaut werden - mit klaren verbindlichen Zielen, einem ambitionierten Zeitplan und einer für alle nachvollziehbaren Finanzierung.

Hier können Sie die Forderungen von Greenpeace unterstützen.

Greenpeace Aktivistinnen machten kürzlich beim Treffen der Agrarministerinnen in Berlin klar So wie bisher kann es nicht weitergehen

Greenpeace Aktivist*innen machten kürzlich beim Treffen der Agrarminister*innen in Berlin klar: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Foto: Greenpeace

Auf diese Fragen muss die Kommission Antworten finden: Welche Landwirtschaft soll in zehn Jahren in Deutschland betrieben werden? Welche Maßnahmen müssen sofort eingeleitet werden, damit in Zukunft ausreichend gesunde Lebensmittel produziert und gleichzeitig faire Preise an Bauern und Bäuerinnen gezahlt werden? Wie können die negativen Umweltwirkungen und die Klimaemissionen drastisch reduziert werden? Greenpeace hat eine Vision, wie das gehen kann – und die werden wir teilen.

Landwirtschaft und Klima

Nicht nur der Energie- und Verkehrssektor – auch unsere Landwirtschaft muss radikal verändert werden. Derzeit verursacht die Landwirtschaft bereits 12 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands. Ein nicht zu vernachlässigender Anteil, der zudem stetig wächst.

Die Landwirtschaft ist durch Klimaextreme in zunehmendem Maße existenziell bedroht. Schäden durch Extremwetter und neue Schädlinge nehmen zu. Aber nicht nur deswegen ist die Situation für Landwirt*innen besonders prekär. Häufig bleibt ihnen nur, zu wachsen oder zu weichen. Es fehlt ihnen eine wirkliche Perspektive. Zusätzlich sind sie dem Lebensmittelhandel und den Banken ausgeliefert. Immer weniger Landwirt*innen halten dem enormen wirtschaftlichen, aber auch psychischen Druck nicht stand und geben ihre Betriebe auf.

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Landwirtschaft einen massiven Wandel und mehr Wertschätzung erleben sollte, dann unterzeichnen Sie unseren offenen Brief an Landwirtschaftsministerin Klöckner (CDU). Sie haben schon unterschrieben? Dann teilen Sie ihn bitte mit Freund*innen, Bekannten und Ihrer Familie!

Hier können Sie den offenen Brief unterzeichnen.

Vor uns liegen intensive Monate

Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand von Greenpeace e.V. ist überzeugt, dass diese Kampagne für eine Agrarwende, aber auch diese Kommission einen sehr wichtigen Beitrag für die Zukunft liefern können. Dabei ist ihm  klar, dass sich Greenpeace mit großen Gegner*innen anlegen, wie der Pestizidindustrie, dem Agrarhandel und natürlich der Ernährungs- und Fleischwirtschaft. "Es wird sicher ein steiniger Weg. Bitte unterstützen Sie uns dabei!",  meint Martin Kaiser.

Greenpeace steht für Unbestechlichkeit - weder Geld von Industrie noch politischer Druck können uns beeinflussen. Ausschließlich Privatpersonen wie Sie stellen mit einer Fördermitgliedschaft unsere Unabhängigkeit sicher. Hier können SIe spenden.

Kontakt:

Greenpeace e.V.

Martin Kaiser
Geschäftsführender Vorstand
Greenpeace e.V.

Hongkongstr. 10

20457 Hamburg



                                    


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