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Gratis-Games und Freemium-Spiele: Wo liegt der Unterschied?

Computerspiele Foto Pixabay Tomasz Mikolajczyk

Oldenburg | Deutschland | Redaktion GrAbo

Einen großen Teil der digitalen Ökonomie machen Produkte aus, die auf den ersten Blick kostenlos erscheinen. Dazu gehören beispielsweise Email-Dienste und soziale Netzwerke, aber auch Dating-Apps, Cloud-Dienste oder Streaming-Plattformen.

Dahinter stecken natürlich keine philanthropischen Absichten. Vielmehr verstehen es Konzerne wie Facebook oder Google, auf andere Weise Kapital aus ihren Dienstleistungen zu schlagen. Zum Beispiel, indem sie diese als Werbeplattform nutzen und die Daten ihrer Nutzer zu Geld machen. Aber auch, indem sie mit kostenlosen Angeboten Kunden gewinnen, um anschließend kostenpflichtige Premium-Features zu verkaufen. Auch viele Online-Spiele werden heutzutage Gratis angeboten. Steckt hinter ihnen dasselbe Geschäftsmodell?


Sind Casino-Spiele Freemium-Angebote?

Immer wieder ist in der Gaming-Szene vom Freemium-Modell die Rede. Auch iGaming-Plattformen werden manchmal in diese Kategorie eingeordnet. Allerdings trifft das nur bedingt zu. Denn bei echten Freemium-Spielen können mit Geld virtuelle Gegenstände oder Vorteile im Spielablauf gekauft werden. Das ist bei Casino-Spielen nicht der Fall. Spiele wie virtuelle Slots, die auch umsonst gespielt werden können, stellen eher eine Schnupperversion dar. Bei Gefallen können Nutzer auf der Plattform Geld einzahlen und dann mit der Chance auf echte Gewinne spielen. Sie müssen sich also nicht auf das Werbeversprechen des Betreibers verlassen, sondern können vorab sehen, was sie für ihr Geld bekommen.Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann bei manchen Plattformen sein Guthaben zusätzlich absichern und umso entspannter spielen. Wenn etwa Probleme bei der Auszahlung entstehen, kann die Einzahlung auf diese Weise zurückgefordert werden. Aber auch Nutzer, die kein Geld einzahlen möchten profitieren von diesem Modell. Sie können das Spiel ohne Einschränkungen mit virtuellem Geld nutzen.


Echte Freemium-Spiele

Anders ist das bei Freemium-Spielen. Sie werden häufig dafür kritisiert, dass ihr Gameplay den Spieler zum Kauf von virtuellen Objekten verleiten soll. Nach einer kurzen Anfangsphase verlangsamt sich das Spielgeschehen. Auf Fortschritte im Spielgeschehen muss der Nutzer zum Teil stundenlang warten. Abhilfe kann nur durch Zahlung verschafft werden. Nur so verläuft das Spiel in einem erträglichen Tempo. Das Problem: Bereits nach kurzer Zeit ist das Guthaben aufgebraucht, der Spielfortschritt gerät wieder ins Stocken. Das Spielziel ist noch längst nicht erreicht, obwohl doch gerade eine beträchtliche Summe investiert wurde. Der Spieler kann sich jetzt entscheiden, das Spiel zu lassen und sich einer besseren Beschäftigung zuzuwenden – oder er kann wieder zahlen. Einen echten Mittelweg gibt es nicht.

Der Preis für Gratis-Spiele

Bei vielen Gamern kommt das Freemium-Konzept gar nicht gut an. Andere Spiele setzen daher auf die Finanzierung durch Werbung. Zum Spielstart, im Menü oder zwischen Levels werden Anzeigen eingeblendet. Auch das sorgt bei nicht immer für Freude. Oft können sie erst nach einer gewissen Mindestzeit übersprungen werden. Oder aber sie sind im Videoformat und irritieren durch lange Ladezeiten und einen hohen Datenverbrauch. Wirklich befriedigend ist also auch diese Lösung nicht. Anstatt mit Geld bezahlt der Nutzer mit seiner Zeit, die er dem Konsum von Werbung widmen soll. Dabei wird der moderne Mensch im Alltag ohnehin schon mit Werbung bombardiert. Die Realität der meisten Gratis-Spiele ist daher ernüchternd. Der Geldbeutel wird zwar geschont. Darunter leidet aber meist das Spielerebnis. Vielleicht lohnt es sich für Gamer also doch, im Zweifelsfall ein paar Euro für den Kauf eines guten Titels zu investieren.


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