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Jens Schachtschneider (l.) und Karsten Rubbert (r.) überreichten BBS Schülern das Rucksackfiltersystem „Paul“     Fotos: bodopell  



9. Dezember 2017

Onlineredaktion Bodo Pell


Mit "Paul" wird aus Schmutzwasser Trinkwasser

Wasserrucksäcke filtern verseuchtes Wasser zu trinkfähigem Wasser

Wer diesen Behälter sieht könnte glauben, es handelt sich um eine blaue Abfalltonne, die man sich über die Schulter hängt. Dieser Behälter heißt „Paul“ (Portable Aqua Unit for Lifesaving) und ist ein Wasserrucksack in dem schmutziges und verseuchtes Wasser zu Trinkwasser gefiltert wird.

Wildeshausen - Der amtierende Rotary-Präsident in Wildeshausen, Karsten Rubbert, hat das Trinkwasser in den Fokus der Rotarier Wildeshausen gestellt. Einige Länder in Afrika haben ein Problem mit ausreichend gesundem Wasser versorgt zu werden. An der BBS "Berufbildende Schule" in Wildeshausen spielt das Projekt Wasser, Wasser als Menschenrecht und die Entwicklungshilfe für die sogenannte Dritte Welt eine wichtige Rolle, in der sie jetzt mit dem Projekt der Rotarier Wildeshausen eingebunden wurden. 


Rotary-Präsident Karsten Rubbert und Rotarier Jens Schachtschneider überreichten jetzt im Rahmen des Schülerprojektes einen Wasserrucksack an die Schüler der Klasse Berufsfachschule Metall- und Versorgungstechnik. Um das System zu demonstrieren hatte Lehrer Jan-Dirk Jacobs je fünf Liter Teich-und Abwasser von zu Hause mitgebracht und in „Paul“ einfüllen lassen. „Wir nehmen zuerst Proben von dem Wasser wie es vor der Filterung war und zum Vergleich eine Probe danach“, berichtete Schachtschneider. Diese werden dann zur Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa) nach Oldenburg geschickt, um sie auf die Keimzahl zu untersuchen.


314-PaulDie Menschen in Afrika mit Wasser zu versorgen in abgelegenen Regionen ohne intakte Infrastruktur fast unmöglich. Oft sind Brunnen und Flüsse durch Bakterien und sonstige Krankheitserreger verschmutzt. Um die Menschen auch in Katastrophenfällen mit Trinkbarem Wasser zu versorgen hat Ingenieur Professor Dr. Franz-Bernd Ferchen, der ein guter Bekannter Rubberts ist, von der Universität Kassel „Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft“ den Wasserrucksack „Paul“ (Portable Aqua Unit for Lifesaving) entwickelt.

Ein aus Tansania stammender, mit Rupperts befreundeter Wassertechniker wir nach Tansania zurück gehen und das Projekt des Rotary-Clubs Wildeshausen weiterführen, erklärte Rupperts. Rotarier Schachtschneider erklärte, „Bei Naturkatastrophen kann „Paul“ wegen seiner Trägergurte bis in weit entlegene Regionen getragen werden. Denn nach Unglücken ist verseuchtes Trinkwasser ein großes Problem. 

 

Der Wasserrucksack garantiert, 1400 Liter Wasser am Tag zu filtern. „Aber eigentlich kann er bis zu 2000 Liter am Tag säubern, so könnten bis zu 5000 Menschen am Tag mit sauberem Trinkwasser am Tag versorgt werden. Paul filtert mit einem Membranfilter über 99,99 Prozent der Bakterien und Krankheitserreger heraus“, ergänzte Rubbert.

Ein „Paul“ kostet etwa 1000 Euro. Während des Weihnachtsmarktes in Wildeshausen vom 8. bis 22 Dezember, stehen die Rotarier täglich auf dem Marktplatz um Suppen und Lose für einen guten Zweck zu verkaufen. Die Tombolaerlöse der letzten Jahre lagen zwischen 10 und 20 Tausend Euro. Ruppert und Schachtschneider können sich vorstellen fünf bis sechs Wasserrucksäcke aus den Erlösen nach Tansania zu spenden.










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