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Studentische Mietpreise in Niedersachsen: Braunschweig deutlich teurer als Hannover

Mietvertrag für Wohnungen

Die Mietpreise für Studenten sind in Niedersachsen mit 14,21 Euro/m³ emens gestiegen. Foto: Pixabay

12. Oktober 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Andrang am studentischen Wohnungsmarkt

Mit Semesterbeginn rückt für viele Studierende die Frage nach bezahlbarem Wohnraum abrupt in den Vordergrund. Passend dazu hat die Studienreihe „Fachkraft 2030" das studentische Mietniveau in Deutschland auf Länder- und Städteebene analysiert. Für Niedersachsen wurde dabei eine Pro-Kopf-Mietbelastung von 14,21 Euro/m² (warm) ermittelt. Ein Wert, den Braunschweig auf Städteebene deutlich überbietet – nicht jedoch Hannover.

Oldenburg | Niedersachsen  - Der in den Ballungszentren ohnehin aufgeheizte Wohnungsmarkt hat für Studierende gerade zu Semesterbeginn wenig Gutes zu bieten. Zentral gelegener Wohnraum ist nicht nur schwer zu finden, sondern auch hoch im Preis. Für viele Erstsemester oder Wechselnde von Hochschulen und Studiengängen ein echtes Problem. In Niedersachsen lag die studentische Warmmiete im Untersuchungszeitraum bei 14,21 Euro/m², was einen mittleren Platz 8 im bundesweiten Mietpreisvergleich der Länder bedeutet.

Auf Städteebene fällt auf, dass Braunschweig mit einem Preisniveau von 17,19 Euro pro Quadratmeter zu den zehn teuersten Standorten in Deutschland zählt – deutlich vor der Hauptstadt Hannover, die mit 13,77 Euro sogar unter dem Landesdurchschnitt bleibt. Zu diesem Ergebnis kommt die 11. Erhebung der Studienreihe „Fachkraft 2030", die von Studitemps zusammen mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University im März 2018 durchgeführt wurde. Bundesweit nahmen rund 18.000 Personen an der Befragung teil.

Studierende in Niedersachsen zahlen 367 Euro Warmmiete pro Monat
Zum Vergleich: In Hamburg, Deutschlands teuerstem Bundesland, mussten Studierende zum Sommersemester 2017 eine Warmmiete von durchschnittlich 17,35 Euro/m² bezahlen – also knapp 3 Euro mehr als in Niedersachsen. Bundesweit am günstigsten war mit 11,35 Euro/m² hingegen die Situation in Thüringen. Daneben wurde im Rahmen der Befragung auch die absolute Mietbelastung pro Kopf analysiert. Hier zeigt sich für Niedersachsen, dass Studierende im Durchschnitt 367 Euro pro Monat für die Begleichung der Warmmiete aufbringen müssen. Dieser Wert entspricht bundesweit ebenfalls Platz 8.

Mietbelastungs-Index in Niedersachsen: 35,3 Stunden Arbeit pro Monat
Zudem wurde in der Mietfrage folgendem Aspekt nachgegangen: Wie viele Arbeitsstunden müssten Studierende pro Bundesland und Monat investieren, um sich die Warmmiete leisten zu können? Hierfür wurde neben der absoluten monatlichen Mietbelastung das regionale studentische Lohnniveau ermittelt. Da dieses in Niedersachsen zum Erhebungszeitraum 10,41 Euro/h betrug, liegt der Mietbelastungs-Index bei 35,3 Arbeitsstunden pro Monat. Auch hier der Regionalvergleich: In Hamburg fallen für die Deckung des Mietbetrages 42 Stunden Arbeit an (Platz 1 in Deutschland), in Sachsen (Platz16) sind es lediglich 31,1 Stunden – und damit gut vier Stunden weniger als in Niedersachsen.

Stichprobe und weiterführende Informationen
Die Berechnungen beziehen sich ausschließlich auf Studierende, die tatsächlich monatlich Miete zahlen. Dies betrifft 78,6 Prozent der Befragten. Personen, die mietfrei wohnen, z. B. bei den Eltern oder Verwandten, wurden nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zum Thema studentische Mieten finden sich in einem Blogbeitrag unter https://studitemps.de/magazin/neues-aus-dem-studentischen-leben-spassbremse-wohnungsmarkt, darunter Detailergebnisse für bundesweit über 30 Städte mit einer Fallzahl von mindestens 100 Befragten sowie Informationen zu studentischen Wohnformen. Ferner ist die Komplettversion der Sonderauswertung „Studium und Nebenerwerbstätigkeit" unter https://www.studitemps.de/studium-und-nebenerwerbstaetigkeit verfügbar.

Über Studitemps:
Studitemps ist ein Anbieter für Personaldienstleistungen und hat sich auf die Überlassung von Studierenden sowie die Vermittlung von Absolventen und Young Professionals spezialisiert. Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen (studitemps.de) ist an 21 verschiedenen Standorten bundesweit vertreten, beschäftigt intern 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeden Monat etwa 6.500 Studierende. Als Betreiber von Jobmensa (jobmensa.de) kann Studitemps auf Deutschlands größte Online-Jobbörse für Studierende als Rekrutierungskanal zurückgreifen, zudem bietet Studitemps mit dem Portal Jobeinstieg (jobeinstieg.de) ein stetig erweitertes Angebot für Absolventen, die eine Vermittlung in Festanstellung suchen.

Über „Fachkraft 2030":
Die repräsentativen Befragungen zur Studienreihe „Fachkraft 2030" (vormals „Fachkraft 2020") werden seit September 2012 jeweils zu Semesterbeginn durchgeführt. Das Forschungsprojekt unter der Schirmherrschaft des Department of Labour Economics der Maastricht University verfolgt das Ziel, den akademischen Bildungsdiskurs in Deutschland durch unterschiedlichste Themenkomplexe zu bereichern – darunter aktuell die Frage nach dem Mindestlohn im studentischen Jobkontext.nach dem Mindestlohn im studentischen Jobkontext. Bis dato nahmen an den bundesweiten Befragungen über 250.000 Personen teil. Erhoben wird jeweils über Jobmensa, Deutschlands größte Jobbörse für Studentenjobs, welche von Studitemps betrieben wird.

Kontakt:
Studitemps GmbH
Im Mediapark 4a
50670 Köln
www.studitemps.de

 

                                                        

 


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