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Warum erwachsende Kinder oft noch bei Ihren Eltern wohnen

Warum erwachsende Kinder oft noch bei Ihren Eltern wohnen Foto: ©istock.com/pixelfit

Welche Vorteile aber auch Nachtteile ergeben sich, wenn erwachsende Kinder oft noch bei Ihren Eltern wohnen? Foto: ©istock.com/pixelfit

13. Juni 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Was steckt hinter der Nesthockerei?

Als erwachsener Mensch noch bei den Eltern zu wohnen hat keinen guten Ruf. Wer noch zuhause wohnt, wird als faul, unreif oder desinteressiert angesehen. Dabei steckt so viel mehr darin, den Mut und die Kraft zu haben, als erwachsener Mensch mit den Eltern zusammenzuwohnen.

Oldenburg - Viele junge Erwachsene wählen es sich nicht frei aus, weiter bei den eigenen Eltern zu wohnen. Oft gibt es keine andere Möglichkeit für sie. Die hohen Mieten und die Wohnungsnot zwingen viele dazu, weiterhin im einstigen Kinderzimmer zu wohnen. Denn gerade für Auszubildende oder Studenten ist es besonders schwierig, monatlich genug Geld für die Miete aufzubringen. Abgesehen davon sind sie für Vermieter nicht die beliebtesten Bewerber auf freie Wohnungen, denn sie haben oftmals keinerlei Sicherheiten vorzuweisen.

Nicht immer alles einfach

Gedeckte Essenstische, gewaschene Wäsche und immer ein fahrbereites Auto vor der Tür. Der Himmel auf Erden, wenn man Alleinlebende fragt. Aber auch wenn es für Außenstehende so aussehen mag, ist das Zusammenleben mit den Eltern nicht immer einfach. Denn wer erwachsen ist, der möchte sich nicht mehr an alle von den Eltern aufgestellten Regeln halten. Gerade junge Erwachsene brauchen ihre Freiheit, ihre eigenen Regeln. Aber das gestaltet sich schwierig im Zusammenleben mit den Eltern, die auch ein erwachsenes Kind noch immer als ihr Kind ansehen. So können schnell mal Unstimmigkeiten und Reibungen aufkommen, was das Zusammenleben manchmal alles andere als rosig macht.

Warum erwachsende Kinder oft noch bei Ihren Eltern wohnen Foto:Foto: istock.com/monkeybusinessimagesDie Nachteile

Nach den ständigen Regeln der Eltern lebend, kommen viele Dinge auf, von denen junge Menschen irgendwann genervt sind. Das kann genauso die vorgeschriebene Ruhe zu bestimmten Zeiten sein, wie ein genauestens einzuhaltender und abzuhakender Putzplan, die erwünschte Anwesenheit bei Mahlzeiten und Kaffeekränzchen oder das Kümmern um kleinere Geschwister oder Haustiere. Bei den Eltern zu wohnen ist definitiv kein Zuckerschlecken.

Dazu kommt, dass viele Eltern von ihren Kindern einen Teil der Miete verlangen. Die fällt oftmals zwar niedriger aus, als die eines WG-Zimmers oder gar einer ganzen Wohnung, trotzdem verschwindet auch hier ein weiterer Teil der sowieso schon niedrigen Einkünfte.

Die Vorteile

Bei den Eltern zu wohnen hat natürlich trotz allem auch Vorteile. Als größter Vorteil erscheint wohl die Gesellschaft der eigenen Familie. Gerade für Erwachsene mit kleineren Geschwistern erweist es sich als besonders schön, die Jüngeren beim Aufwachsen zu begleiten. Aber auch die Unterstützung der Familie in schwierigen oder stressigen Situationen ist ein wunderbarer Vorteil. Außerdem kann aufgrund der niedrigen oder gar nicht zu zahlenden Mietkosten das eigene Geld für andere Dinge ausgegeben werden. So bleibt mehr für eigene Interessen und Hobbies übrig. Viele können über diesen Weg sogar genug Geld sparen, um sich schon mit dem Eintritt ins Berufsleben um später zu kümmern. Denn in heutigen Zeiten ist nichts so wichtig wie eine gesicherte Zukunft. Während die Renten weiter sinken, kann nur, wer eine private Rentenversicherung abgeschlossen hat, wirklich sicher sein, auch im Alter noch genug Geld zu haben. Denn dann ist die Möglichkeit, zur Not wieder bei den Eltern einzuziehen, meist ausgeschlossen. Foto: istock.com/monkeybusinessimages

Scherze sind selten berechtigt

Wer selbst einmal bei den Eltern ausgezogen ist weiß, wie wunderbar sich die Freiheit in der ersten eigenen Wohnung anfühlt. Schließlich sind doch fast alle irgendwann ausgezogen, weil sie ihr eigenes Reich brauchten und das Zusammenleben mit den Eltern von Tag zu Tag schwieriger wurde. Denn sonst würden ja noch immer alle bei den eigenen Eltern wohnen. An genau das sollten sich viele zurückerinnern, bevor sie sich über jemanden lustig machen, der "noch" bei seinen Eltern wohnt.

 

                                                        

 


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