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3500 Jahr alte Glum-Räder in der Bundeshauptstadt angekommen

Ausstellung Berlin "Bewegte Zeiten" mit Glum-Räder Auf dem Bild: Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke Foto: Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, U. Warnke

Ausstellungsituation in Berlin.  Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke freut sich die Glum-Räder in der Ausstellung "Bewegte Zeiten" zu zeigen. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, U. Warnke

23. September 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Ab 21. September sind sie in der Ausstellung „Bewegte Zeiten" in Berlin zu sehen

In der letzten Woche gingen die Glum-Räder aus der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg erstmals wieder auf die Reise. Ziel: Berlin. Die kostbare Fracht wurde nach konservatorischen Standards für den Spezialtransport in einem klimatisierten Lastwagen nach Berlin überführt. Ab dem 21. September sind die Objekte neben weiteren archäologischen Highlights aus allen Bundesländern wie z.B. der Himmelsscheibe von Nebra im Gropius-Bau zu sehen.

Oldenburg | Berlin - „Wir sind stolz darauf die Glum-Rädern in Berlin zu präsentieren. So können wir die Wahrnehmung unserer Sammlungen verstärken und sie einer noch breiteren Öffentlichkeit zeigen", freut sich Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke über die Beteiligung des Landesmuseums als einer der 70 Leihgeber an der Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland". Die rund 3500 Jahre alten Scheibenräder ergänzen dort das Themenfeld Mobilität. Die gute Erhaltung der Räder von Glum aus der Oldenburger Sammlung lässt viele Rückschlüsse auf die Herstellungstechnik zu. Das macht sie zu einem einzigartigen Fund. Neben den Scheibenrädern sind eine Wagenachse vom Moorweg VII (ca. 4400 Jahre alt) sowie ein Teilstück des Moorwegs VI aus der Zeit um 50 v. Chr. aus den Sammlungen des Museums als Exponate in der Ausstellung vorgesehen. Der Transport archäologischer Objekte wie dieser fordert auch aus konservatorischer Sicht besondere Beachtung. Die Transportkisten sind Spezialanfertigungen, die sich genau nach den Maßen und Anforderungen der Objekte richten. Die Räder aus Erlenholz wurden einzeln verpackt und stehend transportiert. Die lose in den Rädern sitzenden Buchsen aus Birkenholz wurden zum Schutz vor dem Transport von den Rädern separiert. Auch beim Aufbau der Exponate garantiert eine Restauratorin des Oldenburger Museums das richtige Handling der Objekte.


Mit Exponaten von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert richtet die Ausstellung „Bewegte Zeiten" anlässlich des Europäischen Kulturerbe Jahres 2018 den Blick auf Austauschprozesse und Beziehungen innerhalb Europas. Ziel der Ausstellungsmacher ist es, über die Exponate den Bezug unserer kulturellen Vergangenheit zur heutigen Zeit herzustellen. Mit Unterstützung von herausragenden Leihgaben von Museen aus allen Bundesländern soll es gelingen ein umfassendes Bild rund um die Themenfelder Mobilität, Konflikt, Austausch und Wechselwirkungen zu zeichnen. Vom 21. September - 6. Januar 2019 wird „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" im Gropius-Bau Berlin gezeigt.

Ausstellung in Berlin "Bewegte Zeiten" mit Glum-Räder Foto: LMNM

Die Glum-Räder werden für den Transport vorbereitet. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Kontakt:

Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Damm 38-44
26135 Oldenburg

www.naturundmensch.de

LMNM

                                                        

 


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