.

Kulturminister Björn Thümler zu Besuch im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Ministerbesuch im Landesmuseum Natur und Mensch

Kulturminister Björn Thümler und Museumsleiterin Dr. Ursula Warnke vor dem historischen Gebäude des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg, Foto: Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

06. Mai 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Forschung des Museums im Fokus

Am Freitag, den 4. Mai hat der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU), das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg besucht. Im Fokus standen die aktuellen Forschungsprojekte des Hauses und ihre Bedeutung für die Region Nordwestdeutschland.

Oldenburg - Wie lässt sich die Biodiversität Niedersachsens erforschen? Wie haben unsere Vorfahren in Nordwestdeutschland gelebt und die Landschaft verändert? Und was geschieht mit menschlichen Überresten, die aus außereuropäischen Ländern in museale Sammlungen in Oldenburg kamen und wie verändern sich die Moorleichen in ihren Vitrinen? Diese und weitere Fragen werden derzeit im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg erforscht. Kern der Untersuchungen sind dabei die wissenschaftlichen Sammlungen des Museums in den Gebieten Naturkunde, Archäologie und Ethnologie.

Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, verschaffte sich bei seinem Antrittsbesuch im Museum einen Überblick über bedeutende Sammlungsteile und Forschungsfragen. Die etwa 300.000 Individuen umfassende Insektensammlung stellt beispielsweise ein Fenster in die Biodiversität vergangener Zeiten dar, welches auch im Kontext des aktuellen Insektensterbens eine wichtige Rolle spielt. Die archäologischen Sammlungen hingegen bieten eine Möglichkeit, die Lebenswelten unserer Vorfahren rekonstruieren zu können. „Das Landesmuseum Natur und Mensch hat enormes Potential. Es vertritt mit seinen drei Schwerpunktbereichen Landesarchäologie, Naturkunde des Nordwestens und Ethnologie Wissensgebiete, die immer wieder Bezüge zu aktuellen Themen in unserem Alltag haben, etwa Umwelt-, Klima- und Artenschutz oder das Interesse an außereuropäischen Völkern und ihren Kulturen", betonte Thümler. „Mit seiner interdisziplinären Herangehensweise schafft das Landesmuseum spannende Perspektiven und macht auf diese Weise Zusammenhänge sichtbar, die auf den ersten Blick nicht immer erkennbar sind."

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg stellt mit seinen Sparten Archäologie, Naturkunde und Ethnologie einen zentralen Wissensspeicher für die Region Nordwestdeutschland dar. Die Sammlungen die auch von anderen Forschern im In- und Ausland als Forschungsinfrastruktur genutzt werden, bilden seit 1836 bis heute immer wieder die Grundlage für aktuelle wissenschaftliche Themen sowie gesellschaftliche Diskurse und sind somit ein Impulsgeber in Niedersachsen.

„Das Museum erhält zudem laufend Material aus den Grabungen der Bezirksarchäologie und damit Zugang zu aktuellen archäologischen Funden und Befunden. Diese unter Hinzuziehung der Funde aus Altgrabungen unter aktuellen Fragestellungen auszuwerten, ist eine spannende Aufgabe", betont Museumsleiterin Dr. Ursula Warnke. Ein brisantes Erbe sind die menschlichen Überreste (human remains) außereuropäischer Herkunft, die sich im Ethnologischen Magazin befinden. Einige der Überreste, vorrangig menschliche Schädel, wurden teilweise aus Unrechtskontexten heraus erworben und werden von einigen Herkunftskulturen zurückgefordert. „Wir sind uns unserer Verantwortung sehr bewusst und wünschen uns einen offenen Dialog mit den jeweiligen Herkunftskulturen über den Verbleib der human remains", sagt Ethnologin Jennifer Tadge. Das Museum steht diesbezüglich bereits mit einigen Botschaften in Kontakt.

 

Kontakt:

Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Damm 38-44
26135 Oldenburg

www.naturundmensch.de

LMNM

                                                        

 


Anzeige

Internetservice Oldenburg LK


.

xxnoxx_zaehler