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Jahrespressekonferenz der Metropolregion Nordwest

Pressefoto Jahrespressekonferenz der Metropolregion Nordwest Foto  Sascha Koglin

Jahrespressekonferenz der Metropolregion Nordwest: (v.l.n.r.) Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest; Dr. Ralph Baumheier, Senatskanzlei Bremen; Harald Emigholz, 2. Vorsitzender; Ministerin Birgit Honé, Mitglied im Vorstand; Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender; Dr. Thomas Hildebrandt, Mitglied im Vorstand und Vorsitzender des Fördervereins ‚Wirtschaft pro Metropolregion'. Foto: Sascha Koglin

01. Februar 2019

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Projekte aus Bremen und Niedersachen erhalten Förderung  von  rund 520.000 Euro

In seiner Sitzung am Freitag, 1. Februar, hat der Vorstand der Metropolregion Nordwest knapp 520.000 Euro aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen an vier regionale Kooperationsprojekte vergeben. Gesucht waren innovative und nachhaltige Projekte zum Schwerpunktthema Bildung & Fachkräfte.

Oldenburg  | Bremen- „Von den in diesem Jahr geförderten Projekten profitieren die Schüler und Auszubildenden sowie die Unternehmen der Region gleichermaßen", so Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest. „Bildung ist die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit jedes einzelnen, der regionalen Wirtschaft und der gesamten Metropolregion. Mit unseren Projekten wollen wir die Stärken junger Menschen fördern und sie so auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts und der Unternehmen vorbereiten." Die vier ausgewählten Projekte hatten sich zunächst in einem Ideenwettbewerb gegen mehr als 30 andere Projektideen durchgesetzt und waren gemeinsam mit drei weiteren Projekten in die Endauswahl gekommen. Die vier letztlich zur Förderung ausgewählten Projekte haben den Vorstand durch ihren innovativen Charakter und vor allem ihren hohen Praxisbezug überzeugt.

Im Projekt „Digital Impact Lab" des Bremer Instituts für angewandte Medienforschung (M2C) entsteht in Bremen, Osterholz-Scharmbeck und Delmenhorst ein Verbund aus drei experimentellen Lern- und Erfahrungsräumen für digitale Kompetenz. Durch die Möglichkeit, individuelles digitales Erfahrungswissen aus den Bereichen Gaming, Social Media und Smartphone vor Ort in partizipative Digitalaktivitäten einzubringen, wird dieses „Wissen" für die „offizielle" Welt von Ausbildung und Beruf sowie des Lernens nutzbar gemacht. Entwickelt wird ein in dieser Form einmaliges Modell, das bei den vorhandenen digitalen Kompetenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ansetzt, diese ausbaut und ein Bewusstsein dafür schafft, wie diese Stärken in der Berufswelt genutzt werden können.

Die „Aus- und Fortbildungswerkstatt Metropolregion Nordwest" in Bassum, Landkreis Diepholz, soll Auszubildenden der Metall- und Elektrobranche, über die standardisierten Ausbildungslehrinhalte hinaus, weitere individuelle und bedarfsorientierte Schulungsangebote in einer eigens dafür ausgestatteten Werkstatt bieten. In enger Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben werden sowohl praxis- und betriebsbezogene Kurse, als auch Kurse zur Verbesserung schulischer Grundkenntnisse entwickelt. Unter dem Stichwort „Lebenslanges Lernen" wird die Werkstatt den Unternehmen der Region außerdem die Möglichkeit bieten, eigene Mitarbeiterfortbildungen durchzuführen.

Viel früher setzt das Projekt „Be oK – Berufsorientierung und Lebensplanung ohne Klischees" an, das Chancengleichheit durch das Aufbrechen klassischer Rollenklischees erreichen möchte. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I können in einer Projektwoche Berufsbilder vorurteilsfrei kennenlernen und ihre eigenen Interessen und Stärken testen. Rund 2.100 Schülerinnen und Schüler aus Bremen, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck lernen in dem Pilotprojekt interaktiv und spielerisch, u.a. durch einen Erlebnis-Parcours sowie Multimedia- und Praxisworkshops, ihre Stärken kennen. Im Zuge der Berufsinformation stellen erfolgreiche Frauen aus klassischen Männerberufen, und umgekehrt, ihre Berufe vor, um das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Nach der Durchführung an den drei Standorten soll das Projekt, das von der Landesgleichstellungsbeauftragten des Landes Bremen entwickelt wurde, in die Region getragen werden.

Um die Gewinnung von Fachkräften geht es auch im vierten von der Metropolregion Nordwest geförderten Projekt. Wie viele andere Wirtschaftsbereiche sieht sich auch die medizinische Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, dem Fachkräftemangel ausgesetzt. Mit dem Renteneintritt vieler Mediziner gehen vielerorts Praxisschließungen einher. Im geförderten Projekt „Landärztin/Landarzt gesucht" sollen die Kommunen der Region vom Verein Gesundheitswirtschaft Nordwest durch ein neu zu entwickelndes Baukastensystem, mit dem jede Kommune eine auf sie zugeschnittene Marketingkampagne konzipieren kann, unterstützt werden. Nicht zuletzt nimmt diese Unterstützung bei der örtlichen Nahversorgung direkten Einfluss auf die Standortattraktivität des ländlichen Raums.

Ideenwettbewerb 2020: regional, kooperativ, digital sucht...

Nach dem sehr erfolgreichen ersten Ideenwettbewerb hat sich der Vorstand der Metropolregion Nordwest für die Fortführung des Formats ausgesprochen. Anfang Februar startet die Ausschreibung des neuen Ideenwettbewerbs zum Thema Digitalisierung. Zu diesem Förderschwerpunkt sucht die Metropolregion Nordwest ab dem 11. Februar 2019 innovative und kooperative Projekte, mit denen die Region die vielfältigen Chancen nutzen kann, die der digitale Wandel für Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft eröffnet. Die im Ideenwettbewerb ausgewählten Projekte können sich für eine Förderung aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen bewerben, der mit jährlich 520.000 € ausgestattet ist. Für die Erstellung eines Vollantrags erhalten die Preisträger des Ideenwettbewerbs jeweils 4.000 Euro. Bewerbungsfrist für den Ideenwettbewerb ist der 24. April 2019.

Kontakt:

Metropolregion Nordwest

Bahnhofstr. 37

27749 Delmenhorst

www.metropolregion-nordwest.de

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