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Hitze und Trockenheit bescheren OOWV ein Rekordjahr

Verbandsversammlung. Foto: OOWV/Meister

Von Links: Peter Kaufmann wurde von Verbandsvorsteher Sven Ambrosy nach mehr als 41-jähriger Tätigkeit für den OOWV in den Ruhestand verabschiedet. Karsten Specht wird ab jetzt durch Stefan Schwanke und Axel Frerichs vertreten. Foto: OOWV/Meister
 

17. Dezember 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Geschäftsführer Peter Kaufmann in den Ruhestand verabschiedet

Rekordabgaben der Wasserwerke sowie personelle Veränderungen standen am Donnerstag, 13. Dezember im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV). Die Delegierten kamen zu ihrer Sitzung in Wardenburg zusammen. Im Anschluss an die Versammlung stellten sich die Geschäftsführer der Presse. Verschiedene Themen wurden dabei angesprochen.

Oldenburg  | Wardenburg - Die Themen im Überblick:

Personalien. Nach mehr als 41-jähriger Zugehörigkeit zum Wasserverband wurde Peter Kaufmann in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige aus Elsfleth (Landkreis Wesermarsch) war seit 2011 als technischer Geschäftsführer tätig. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn Ende der 1970er Jahre zeichnete Peter Kaufmann unter anderem für den Bau des Wasserwerks in Thülsfelde verantwortlich. Unter seiner Mitwirkung erweiterte der OOWV sein Geschäftsfeld um die Abwasserentsorgung. Verbandsvorsteher Sven Ambrosy dankte Peter Kaufmann für die geleistete Arbeit: „Sie haben den Wandel der Branche erlebt und mitgestaltet. Mit Ihrem Namen sind das Wachstum und der Erfolg des OOWV verbunden. Dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen."

Geschäftsführer Karsten Specht stehen künftig zwei Stellvertreter zur Seite: Auf der kaufmännisch-organisatorischen Seite übernimmt Stefan Schwanke diese neue Funktion. Er ist seit 2015 für den OOWV tätig und leitet den Bereich Personal, Recht und Organisation. Stefan Schwanke verfügt über eine langjährige Erfahrung als Unternehmensberater und hat Veränderungsprojekte in verschiedenen Branchen begleitet. Axel Frerichs ist stellvertretender Geschäftsführer mit technisch-betrieblichem Schwerpunkt. Er kam 1992 als Ingenieur mit betriebswirtschaftlicher Zusatzausbildung aus dem Fachbereich Siedlungswasserwirtschaft zum OOWV. Er ist langjähriger Bereichsleiter und verantwortet seit 2016 den Betrieb von Wasserwerken, Kläranlagen und Netzen mit knapp der Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im OOWV.

Hitzesommer. Das Jahr 2018 wird als Rekordjahr in die Geschichte des OOWV eingehen. Rund 87 Millionen Kubikmeter Rohwasser werden die 15 Wasserwerke des Versorgers bis zum Jahresende zu Trinkwasser aufbereitet haben – rund vier Millionen Kubikmeter mehr als in normalen Jahren. „Die Natur hat uns die Grenzen der technischen Möglichkeiten aufgezeigt", bilanzierte Geschäftsführer Karsten Specht. Über Wochen hinweg liefen die Wasserwerke unter Volllast. Mehrfach hatte der OOWV zu einem sorgsamen Umgang mit Leitungswasser aufgerufen. „Ein großes Lob verdienen nach diesem Sommer insbesondere unsere Mitarbeiter. Durch ihren Einsatz und eine clevere Betriebssteuerung ist es gelungen, die Versorgung weitgehend sicherzustellen", so Specht. Versorgungsengpässe wie sie zeitweise in Lohne aufgetreten sind sollen durch den Bau einer zusätzlichen Leitung von Steinfeld nach Lohne verhindert werden. Dabei handelt es sich um eine Leitung mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern, die auf einer Länge von rund sechs Kilometern verlegt werden soll. Die dafür benötigten Mittel in Höhe von voraussichtlich 2,4 Millionen Euro hat die Verbandsversammlung mit dem Wirtschaftsplan freigegeben.

Aktionstage. Der OOWV hat anlässlich seines 70-jährigen Bestehens sieben Aktionstage sowie Sonderveranstaltungen in den Regionen durchgeführt. Die Wasserwerke öffneten ihre Tore, um den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Trinkwasserversorgung zu ermöglichen. Verbandsvorsteher Sven Ambrosy sprach von einem herausragenden Erfolg: „Insgesamt mehr als 10.000 Menschen haben unsere Werke besucht und sich über den OOWV informiert. Wir werden auch in Zukunft die Tore öffnen, um über den Wert des Trinkwassers und die Bedeutung der Versorgungssicherheit zu informieren."

Mitgliedschaften. Zum Jahresende laufen die Versorgungsverträge mit 82 Städten, Gemeinden und Samtgemeinden aus. Der OOWV bietet Kommunen als neues Modell eine Mitgliedschaft an. Der Vorteil: Jedes Mitglied erhält ein Stimmrecht in der Verbandsversammlung und somit direkten Einfluss auf die Entwicklung des Wasserverbands. Im Gegenzug werden die Trinkwasserversorgung sowie die Risiken auf den OOWV übertragen. Zum Zeitpunkt der Verbandsversammlung haben sich 71 Gemeinden, Samtgemeinden und Städte für eine Mitgliedschaft entschieden. Weitere fünf Kommunen waren bereits Mitglied im OOWV. Mit sechs Kommunen sind die Gespräche noch nicht abgeschlossen. Bezogen auf die Zahl der Hausanschlüsse im Verbandsgebiet ist die Versorgung bereits zu 98 Prozent durch den OOWV abgedeckt.


Info zum OOWV
Der OOWV ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und arbeitet ohne Gewinnerzielungsabsicht. Mit mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt der Wasserverband zu den wichtigen Arbeitgebern im Nordwesten. Der Verband betreibt 15 Wasserwerke und im Bereich der Abwasserentsorgung 46 Kläranlagen.

Kontakt:

OOWV
Georgstraße 4
26919 Brake
www.oowv.de

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