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Familie Hoss beim Besuch im Kinderhaus Frieda im Togo (Foto: DAZ e.V.)

21. März 2018

Onlineredaktion: Meike Schröder

Togoreise von Nora Hoss, Treeske Bättig-Hoss und Ulrich Hoss im Februar

Das Kinderhaus Frieda in Lomé, Togo, bekam kürzlich wieder Besuch vom hiesigen Arbeitskreis der Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V . Familie Hoss war vor Ort und machte sich einen Eindruck vom Entwicklungsstand. Durch Spenden konnte auch Unterstützung für die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet werden.

Delmenhorst | Hude | Lomé - Vom 16. bis 23. Februar besuchte Nora Hoss aus Hude mit ihren Eltern, Treeske Bättig-Hoss und Ulrich Hoss aus Delmenhorst, das Kinderhaus Frieda in Lomé, Togo.

Anlass der Reise waren erneut Gespräche mit der Kinderhausführung bezüglich der schulischen und beruflichen Perspektiven der Kinder, die als nächste die Schule beenden werden. Außerdem wurden vier der fünf Kinder, die das Kinderhaus im Herbst verlassen haben, in ihrem neuen Zuhause besucht. Diese Kinder (Aida, Kopin, Hélène und Bertille) leben weiterhin in Lomé, Yendube wohnt im Norden in Dapaong bei einer Tante und arbeitet dort in deren Schneiderwerkstatt. Alle besuchten Kinder wurden in einer sehr guten Situation vorgefunden.

Aida wohnt bei einer Familie, direkt gegenüber einer Schneiderei, in der sie an zwei Tagen in der Woche arbeitet. Ansonsten näht sie zu Hause auf ihrer eigenen Nähmaschine. Die Arbeiten von ihr sind ordentlich und eine weitere Verbesserung ihres Ausbildungsstandes durch die Mitarbeit in der Schneiderei ist zu erwarten.

Kopin wohnt bei einem Cousin am Stadtrand. Er besucht eine Technikerschule für Hoch- und Tiefbau und ist sehr zufrieden damit. Durch eine Spende konnte ihm einen Laptop zur Verfügung gestellt werden. Er freute sich sehr über das Geschenk und machte einen hochmotivierten Eindruck.

Hélène macht eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau. Sie besucht tagsüber die Schule und arbeitet abends in einem sehr guten Restaurant. Sie ist sehr zufrieden und hat von allen Kindern den größten Entwicklungsschritt gemacht.

Bertille wohnt bei einem Onkel und absolviert eine 2-jährige Telekommunikationsausbildung. Auch sie ist mit der Ausbildung sehr zufrieden und könnte ebenfalls einen Rechner gut gebrauchen.

Der Vereinsvorstand leistet wirklich Besonderes. Der togoische Staat hat im letzten Hebst unangemeldet das Kinderhaus überprüft, weil es in anderen Waisenhäusern Unregelmäßigkeiten gegeben hatte. Es wurden auch einzelne Häuser geschlossen. Die Bewertung für das Kinderhaus Frieda war gut und es gab ganz aktuell eine Anfrage des Staates, ob das Kinderhaus noch Kinder aus den geschlossenen Häusern aufnehmen könne.

Es war außerdem ausreichend Zeit für Besuche im Kinderhaus, zum Spielen mit den Kleinen und Gedankenaustausch mit den größeren Kindern. Hier gab es doch reichlich Gesprächsbedarf, da der Auszug der fünf Großen und der Ausschluss eines Jugendlichen wegen fortgesetzter Gewaltakte gegen die anderen Kinder und auch Kinderhausmütter, zu erheblicher Unruhe unter den verbliebenen Kindern geführt hatte.

Familie Hoss zog folgendes Resumee nach Abschluss ihrer Reise: „Es war wieder überwältigend zu erleben, welche Freude einem die Kinder entgegenbringen und zu erleben, wie groß und erwachsen die Älteren von ihnen geworden sind.“

Zum Hintergrund:
Der Trägerverein des hiesigen Arbeitskreises ist die Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V. (DAZ e.V.), in der u.a. die Familie Hoss Mitglied ist.

Arbeitskreismitglieder versuchen einmal jährlich das Kinderhaus Frieda zu besuchen. Die Kosten für die Reise tragen die Reisenden selbst.

Nähere Informationen erhalten alle Interessierten auch auf online unter www.kinderhaus-frieda.de oder www.daz-eu.de.

Frau Hartrampf vom Arbeitskreis weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass stets Patenschaften gesucht werden und Spenden ebenfalls gern gesehen sind. Informationen dazu gibt es ebenfalls auf der vorgenannten Internetseite.

Kontakt:

Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V.
Jutta Hartrampf
www.kinderhaus-frieda.de


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