.

06_BG_Bau_Sonnenschutztag

Beim Aktionstag der BG Bau in Bad Zwischenahn informierten sich die Auszubildenden über Sonnenschutzmaßnahmen auf dem Bau

22. Juni 2018

Onlineredaktion: Gunda Rögge | PM BG BAU

 

Aktionstag der BG Bau zum Thema Hautkrebs auf dem Bau

 

Hautnah – UV Schutz für die wichtigsten 2m² des Lebens. Rund 100 Auszubildende aus dem Baubereich konnten sich beim Aktionstag der BG Bau am 14.06.2018 im Bau Ausbildungszentrum in Bad Zwischenahn nützliche und hilfreiche Informationen zum Sonnenschutz und dem Arbeiten im Freien holen.

 

Niedersachsen - Sonne tut gut. Aber UV-Strahlung kann die Haut schädigen. Daher ist es wichtig, auf entsprechenden Schutz zu achten. Das gilt nicht nur für Sonnenanbeter, sondern vor allem auch für Menschen, die im Freien arbeiten. Erkrankungen wie Hautkrebs nehmen zu, auch die Zahl der durch UV-Strahlung verursachten Berufskrankheiten steigt. Wer bei der Arbeit im Freien gesund bleiben will, braucht UV-Schutz. Eine Aktion in Ausbildungszentren soll daher besonders Jugendliche sensibilisieren. Zudem zeigt die neue Bauwetter-App der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) den UV-Index an und hilft bei der Umsetzung verschiedener Maßnahmen zum UV-Schutz.

Zu beginn der Veranstaltung in Bad Zwischenahn wurde dem Bau Nachwuchs ein kleiner Film gezeigt, der das Thema Hautkrebs und Sonnenschutz zum Inhalt hatte. Bevor es dann zu den einzelnen Stationen der Veranstaltung ging, wo den Jugendlichen alles genau erklärt wurde und sie selber auch alles probieren konnten, hatten sie die Möglichkeit an einem Preisausschreiben zum Thema Sonnenschutz teilnehmen. Am Ende des Tages wurde ein Gewinner gezogen der sich über einen schicken neuen Bauhelm freuen durfte.

Unsere Haut vergisst und vergibt nichts – umso wichtiger ist es, von Anfang an für UV-Schutz zu sorgen. Deshalb möchten wir schon Auszubildenden diese wichtige Botschaft mit auf den Weg geben, sagt Bernhard Arenz, Präventionsleiter der BG BAU.


Der Baunachwuchs wird damit gleich für den richtigen Umgang mit der Sonne sensibilisiert. Erstmals hat die BG BAU deshalb eine Aktionsreihe für einen bewussteren Umgang mit der eigenen Haut, dem größten Organ des Menschen gestartet. Mit praxisnahen Aktionen zusammen mit dem Branchennachwuchs direkt in den Ausbildungszentren sollen Jugendliche über Gefahren beim Arbeiten unter der Sonne und über gezielte Schutzmaßnahmen informiert werden. Denn die gesundheitsschädliche Wirkung der UV-Strahlen wird immer wieder unterschätzt. Hautschäden trägt davon, wer eine zu hohe Dosis an UV-Strahlen ungeschützt empfängt. Wirken die Strahlen
entsprechend langfristig ein, wird das Erbmaterial der menschlichen Zellen geschädigt – es bildet sich ein Hautkrebs. Durch UV-Strahlung ausgelöste Hauttumore waren 2017 die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit der Bauwirtschaft. Im Jahr 2017 wurden der BG BAU fast 2.800 neue Verdachtsfälle der Berufskrankheit »weißer Hautkrebs« (Plattenepitelkarzinom oder multiple aktinische Keratose) gemeldet. Nimmt man die deutsche Bevölkerung insgesamt, erkranken laut Stiftung Deutsche Krebshilfe jährlich fast 100.000 Menschen am weißen Hautkrebs.

UMFASSENDER SCHUTZ NÖTIG
Arenz: „Auch wenn die Sonne bei der Arbeit im Freien zu leichter Bekleidung verlockt: Der gesamte Körper, der Kopf und die Augen müssen in der warmen Jahreszeit geschützt sein. Vorrang bei den Maßnahmen gegen UV-Strahlen haben technische Lösungen wie Sonnensegel, Schutzzelte oder UV-geeignete Sonnenschirme, um an Arbeitsplätzen Schatten zu spenden. Durch eine geschickte Arbeitsorganisation lassen sich auch natürliche Schattenbereiche nutzen. Ebenso sollen Pausen im Schatten verbracht werden. Lassen sich Arbeiten zwischen 11:00 und 15:00 Uhr nur im Freien durchführen, so brauchen die Beschäftigten personenbezogene Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlen. Persönlicher UV-Schutz bedeutet Kopf- und körperbedeckende Kleidung: Lange Hosen, langärmelige T-Shirts und Arbeitsjacken. Bedeckt sein müssen auch Kopf, Nacken und Ohren, weil der weiße Hautkrebs zu 87 Prozent in der Kopf-Hals-Region und zu fast acht Prozent an Armen und Beinen auftritt. In unseren Breiten ausreichend ist dicht gewebte Baumwollkleidung. Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz nach der Norm EN 166 oder 172 mit seitlicher Abschirmung schützt die Augen."

NEUE BAUWETTER-APP UNTERSTÜTZT
Beschäftigte und Unternehmen brauchen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von UV-Schutz. Dafür sind die Werte für den UV-Index hilfreich. Bereits ab einem UV Index von drei müssen erste Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Bei einem zwischen April und Oktober in Deutschland üblichen Index zwischen fünf und acht sind Schutzmaßnahmen unerlässlich. Der UV-Index wird in den Wettervorhersagen angegeben und kann online abgerufen werden. Eine neue Wetter-APP der BG BAU zeigt den UV-Index täglich an und weist zugleich auf die zu ergreifenden Maßnahmen hin. Sie kann für Apple- und Android-Geräte im App Store kostenlos bezogen werden.

DIE ÜBUNGSSTATIONEN ZUM AKTIONSTAG

HAUTPIGMENTMESSUNG
Mit einem Messgerät wird der Melaningehalt der Haut gemessen. Auf Basis des Melaningehaltes der Haut wird die Eigenschutzzeit, also die Zeit, in der man sich, ohne zu verbrennen, ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ermittelt. Das Ergebnis ist zum Teil deutlich geringer als angenommen oder vermutet wird.

UV-KAMERA
Mit der UV-Kamera werden unsichtbare Sommersprossen oder Pigmentflecken sichtbar gemacht. So soll die Wirkung der Sonne auf die Haut nicht nur sichtbar, sondern bewusst gemacht werden. In einem zweiten Schritt zeigen die Bilder der UV-Kamera, was Sonnenschutzmittel bewirken. Dies sieht mit der UV-Kamera aufgenommen ein wenig so aus, als würde man sich schwarze Schuhcreme ins Gesicht schmieren – beeindruckend. Das sind Bilder, die im Kopf bleiben.

UV-SCHUTZMITTEL
UV-Schutzmittel sind eine zusätzliche Maßnahme und bieten nur vorübergehenden Schutz. Die Jugendlichen erfahren die Anforderungen an Lichtschutzpräparate bei längerer Arbeit im Freien. Einzucremen sind alle nicht ausreichend durch Kleidung geschützten Körperstellen, wie Ohren, Nacken und der Handrücken. Auch an die Lippen sollte gedacht und Lippenstifte mit UV-Schutzeigenschaften genutzt werden. Wichtig: regelmäßig nachcremen. Und das UV-Schutzmittel (UVB Lichtschutzfaktor 30, besser 50) soll zur beruflichen Tätigkeit passen, also leicht auf der Haut verteilbar sowie wasser-, abrieb- und schweißfest sein. Arbeitsabläufe sollen nicht durch ölige oder klebrige Produkte beeinträchtigt werden (Anhaften von Staub oder Schmutz).

UV-SCHUTZKLEIDUNG
Den Auszubildenden soll gezeigt werden, dass Gefährdungen im Hinblick auf die Sonnenstrahlung an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen zu beurteilen sind. Im zweiten Schritt soll die richtige Kleidung ausgewählt werden. Maßnahmen zum Sonnenschutz sind verhaltensorientiert, die Betroffenen sind daher besonders gefragt. Während der Unternehmer die Maßnahmen zur Verfügung stellen muss, sind die Beschäftigten aufgefordert diese zu benutzen. Geeignet ist körperbedeckende Arbeitsbekleidung aus dicht gewebten Baumwollmaterialien, wie lange Hosen, ein langärmeliges Hemd oder Shirt. Wichtig sind zudem eine Kopfbedeckung, ein Ohren- und Nackenschutz sowie eine Sonnenschutzbrille mit UV-Schutz nach EN 166 und EN 172 mit seitlicher Abschirmung.

PRÄVENTIONSPROGRAMM FÜR MEHR SICHERHEIT IN DER BAUWIRTSCHAFT
GEMEINSAM FÜR SICHERES VERHALTEN IN DER BAUWIRTSCHAFT

Gemeinsam mit den Partnern der Bauwirtschaft setzt die BG BAU das langfristig angelegte Präventions-programm BAU AUF SICHERHEIT. BAU AUF DICH um. Das Ziel: Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten in der Bauwirtschaft sollen deutlich reduziert werden. Seit Auftakt des Programms Anfang 2017 stehen dabei die wichtigsten Gefährdungen im Mittelpunkt: Absturz, Unfälle mit handgeführten MaschinenStaub und UV-Strahlung.

WAS WILL DAS PRÄVENTIONSPROGRAMM?
Die Beschäftigten stehen im Fokus: Sie sollen mit dem verhaltensorientierten Präventionsprogramm für Gefahren am Arbeitsplatz sensibilisiert werden, ihre Risiko- und Gesundheitskompetenz soll erhöht, das eigene Handeln überdacht und verändert werden.
DIE KERNBOTSCHAFT
Sicheres Verhalten lohnt sich für Dich, Deine Familie, Freunde und Kollegen. Jeder hat das Recht, kein unnötiges Risiko einzugehen. Niemand soll sein Leben und seine Gesundheit oder das seiner Kollegen aufs Spiel setzen.

WAS PASSIERT IM RAHMEN DES PRÄVENTIONSPROGRAMMS?
Das Programm stützt sich auf folgende Eckpfeiler:
• Über eine aufmerksamkeitsstarke Dachkommunikation soll emotional und informativ für die wichtigsten branchenspezifischen Risiken sensibilisiert werden. Von Plakaten und Anzeigen über Social Media Maßnahmen bis hin zu Aktionen und Wettbewerben sollen Beschäftigte aktiv informiert und in das Programm einbezogen werden.
• Eine Charta, unterzeichnet von allen Partnern des Programms, bringt das gemeinsame Anliegen für eine nachhaltige Entwicklung des Arbeitsschutzes in der Bauwirtschaft zum Ausdruck.
• Lebenswichtige Regeln geben Beschäftigten und Unternehmen Leitplanken für sicheres Verhalten. Zentral ist das Prinzip, bei schweren Sicherheitsmängeln STOPP!zu sagen. Die Lebenswichtigen Regeln werden im Rahmen des Präventionsprogramms um gewerkespezifische Regeln ergänzt.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM PRÄVENTIONSPROGRAMM unter www.bau-auf-sicherheit.de

www.bgbau.de

Tel.: (030) - 85781-0


Anzeige

GrAbo Beratungsservice Oldenburg und umzu - Partner für Social Media, Webseiten und PR

.

xxnoxx_zaehler