.

„Inklusion im Handball heißt dabei sein und mitmachen“

Rollstuhlsport Foto: Pixabay

Es fehlt an Einrichtungen für Behindertensport. Foto: Pixabay

28. September 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Vater will Rolli-Handballmannschaft gründen

Fynn-Morris Giebert ist Handballer und Rollstuhlfahrer. Bisher konnte der Zehnjährige aus Ganderkesee seinem Hobby in der E-Jugend nachgehen. Jetzt aber fehlt das Team. Vater Andreas will daher eine Rolli-Handballmannschaft gründen. „Inklusion heißt dabei sein und mitmachen, auch beim Sport. Die Sportpolitik muss sich dafür einsetzen, dass auch Menschen mit Behinderung am Ball bleiben", fordert Jörg-Christian Hülper, Regionalleiter des SoVD in Oldenburg.

Oldenburg - Vor kurzem vermeldete die ARD: Zum ersten Mal gewinnt mit Serdal Celebi vom FC St. Pauli ein blinder Fußballer beim Tor des Monats. Dass Menschen mit Behinderung in Mannschaftssportarten aktiv sind, ist noch recht selten. In Einzeldisziplinen sind sie häufiger anzutreffen. Dabei ist die Nachfrage nach sportlichem Tun im Team gerade bei jüngeren Menschen mit Behinderung sehr hoch.

Doch die Wahrheit liegt auf dem Platz: So zeigt eine Umfrage der Aktion Mensch von 2014, dass Sportler ohne Behinderung zwar vorhaben, mit Menschen mit Behinderung zu trainieren (68 Prozent). Aber: Es fehlt an Einrichtungen, gemeinsam fit zu sein. Nur jeder zweite Befragte ohne Behinderung (52 Prozent) gab an, dass in seinem Verein inklusive Sportangebote oder Mannschaften bestehen. Hülper: „Wenn Turnhallen, Basketball- oder Fußballplätze gebaut werden, dann muss schon in der Planung an Inklusion gedacht werden. Sportplätze, Umkleidekabinen oder Geräteschuppen müssen barrierefrei sein, damit auch Menschen mit Behinderung dabei sein und mitmachen können."

Für Fynn-Morris setzt sich sein Vater Andreas Giebert ein. Er plant, in der Region eine eigene Rolli-Handballmannschaft ins Vereinsleben zu rufen. Der Spaß soll dabei im Vordergrund stehen – aber auch der Wunsch, mit anderen zusammen im Rollstuhl zu gewinnen.

Kontakt:

SoVD-Beratungszentrum Oldenburg (Sozialverband Deutschland e.V.)

Donnerschweer Str. 4

26123 Oldenburg

www.sovd-oldenburg.de

Andreas Giebert, 04221/9718988

projekt.rollstuhl.handball@web.de

SoVD Sozialverband Deutschland Logo

                                                        

 


Anzeige

Internetservice Oldenburg LK


.

xxnoxx_zaehler