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Evangelischer Religionsunterricht soll mit hoher Kompetenz besetzt werden. Foto: Pixabay

13. Februar 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Schulrätekonferenz informiert sich über das neue Vokationsgesetz: Stärkere Fachkompetenz für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen

„Evangelische Religion“ an öffentlichen Schulen sollen ab sofort nur noch Lehrerinnen und Lehrer unterrichten, die eine „abgeschlossene staatliche Ausbildung zum Lehramt mit Lehrbefähigung für das Fach evangelische Religion“ oder eine entsprechende Weiterbildung nachweisen können. Diese muss von den beteiligten Kirchen anerkannt sein.

Oldenburg- „Wir sind an einer hohen Kompetenz der Unterrichtenden interessiert“, erklärte Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker gestern während der Oldenburger Schulrätekonferenz im Blockhaus Ahlhorn. Lehrkräfte, die fachfremd evangelischen Religionsunterricht erteilen, erhalten allenfalls eine befristete Unterrichtsbestätigung von höchstens drei Jahren. In der gymnasialen Oberstufe darf nicht mehr fachfremd unterrichtet werden.

Dies gilt seit 1. Februar 2018. Damit haben die evangelischen Kirchen der Konföderation in Niedersachsen ihre Vokationsgesetze überarbeitet, die die Mitwirkung der evangelischen Kirchen am staatlichen Religionsunterricht regeln. Erteilte Vokationen bleiben weiterhin gültig, so Linda Riechers, Referentin für Vokation bei der Konföderation.

Den Hintergrund bildet u.a. die Einführung des Fachs „Werte und Normen“. Das Fach wird ausdrücklich nicht als Gegenspieler von Religionsunterricht verstanden, wohl aber als ergänzendes Element, wie während der Schulrätekonferenz deutlich wurde. Umso stärker müsse die christliche Lehre im evangelischen Religionsunterricht verankert sein, finden die evangelischen Kirchen. Eine entscheidende Rolle spiele hierbei die Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer.

Seit 2006 gibt es die – gleichlautenden – Vokationsgesetze in Niedersachsen. Sie bestätigen die Befähigung von Religionslehrern, im Sinne der evangelischen Kirchen Unterricht zu erteilen. Die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Staat für das Lehrfach ist im Grundgesetz verankert. Aufgabe von Kirche ist es danach, Inhalte zu gestalten und die Lehrenden kontinuierlich fortzubilden und zu beraten. Für eine Vokation ist die Teilnahme an einer dreitägigen Vokationstagung verpflichtend. „Keine Prüfung, keine Kontrolle“, betont Pfarrerin Kerstin Hochartz, Leiterin der Arbeitsstelle für Religionspädagogik der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Stattdessen: „relevante Themen, hochwertige Referenten“ – und am Ende die feierliche Übergabe der Vokationsurkunde im Rahmen eines Einführungsgottesdienstes.

 

   

       

Kontakt:

Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg
Pfarrer Hans-Werner Kögel
Philosophenweg 1
26121 Oldenburg

www.kirche-oldenburg.de

                                 



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