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 DIGITALISIERUNG AN SCHULEN

Die Klasse 7b der Vechtaer Liebfrauenschule kann sich den Unterricht ohne Tablets kaum noch vorstellen. Hinten v.l. Englischlehrer Johannes Rolfes, Oberstudiendirektor Johannes Funken, Uwe Kathmann und Stefan Iffländer. Foto: Dr. Ludger Heuer

03. Februar 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Bachelorarbeit hilft bei Einführung

„Strukturierung der IT von Tablet-Klassen an Schulen der Schulstiftung St. Benedikt auf Grundlage von Enterprise Architecture Management", so lautet die Bachelor Arbeit, mit der Stefan Iffländer (26) jetzt sein Duales Studium für IT- und Wirtschaft bei der Berufsakademie Oldenburg abgeschlossen hat.

Oldenburg| Vechta- Zuvor hatte der gebürtige Lohner beim Bischöflich Münsterschen Offizialat eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht. Was für Außenstehende sicher sperrig klingt, bringt der Verwaltung der kirchlichen Schulstiftung einen ganz praktischen Gewinn, freut sich deren Vorstand Uwe Kathmann.

Was war die Ausgangslage? Die Schulstiftung St. Benedikt, Trägerin von vier Gymnasien, vier Oberschulen und einer Berufsschule in Vechta, Cloppenburg, Oldenburg und Wilhelmshaven begann im letztem Jahr mit der Einführung von Tablet-Klassen. In der Liebfrauenschule Vechta sind seit April 2017 alle drei 6. Klassen damit ausgestattet, weitere Klassen werden folgen. Die Cäcilienschule in Wilhelmshaven hat zwei ihrer drei 5. Klassen zu Tablet-Klassen umgebaut. Die Liebfrauenschule Oldenburg plant ihre Einführung innerhalb dieses Jahres. Trotz der damit verbundenen Kosten - „bei den Eltern kam die Idee gut an", bestätigt Johannes Funken, Schulleiter der Liebfrauenschule Vechta. Die Einführung der Geräte wurde in Elternkonferenzen beschlossen. Die Kosten von bis zu 450 Euro tragen die Familien. Innerhalb der Schule sind die Geräte nur mit einer spezielle Schulsoftware zu benutzen, um den Unterricht zu gewährleisten. Zu Hause sind sie frei verfügbar. Das System soll weiter ausgebaut werden. „Für planerische Entscheidungen fehlte uns aber zuverlässiges Datenmaterial", gab Kathmann zu.

Das hat Iffländer jetzt in seiner 70-seitigen Abschlussarbeit erhoben. Er ging dabei der Frage nach, was die Schulen und die Schulverwaltung zum Ausbau der Digitalisierung benötigen. Was wird für Informationstechnologie (IT) gebraucht, was muss überprüft werden für die Ausrüstung eines neuen Jahrganges, welche Arbeitsabläufe sind notwendig? „Um den Unterricht mit Tablet-Klassen gestalten zu können, müssen sich die Lehrer auf die dafür benötigte IT verlassen können", weiß er. Die WLAN-Netze mussten an allen Schulen verstärkt werden. Seine Daten hat er in vielen Interviews mit den zuständigen Lehrkräften und Schulleitern an Schulen in Vechta, Oldenburg und Wilhelmshaven erhoben.

Die Schulstiftung hat die Erkenntnisse umgesetzt und damit begonnen, eine einheitliche Tablet-Verwaltung mit einem zentralen Gerätemanagement aufzubauen. „Die Digitalisierung ist an unseren Schulen nicht mehr aufzuhalten", zeigt sich Uwe Kathmann überzeugt, der sich über die Bachelorarbeit sehr freut. Auch seinen Professoren in Oldenburg scheint die Arbeit zu gefallen, Iffländer bekam dafür die Note 1,0.

Nachzulesen ist die Arbeit unter www.schulstiftung-benedikt.de/tabletklassen/


Kontakt:

Bischöflich Münstersches Offizialat
Dr. Ludger Heuer
An der Christoph-Bernhard-Bastei 8
49377 Vechta

                                                                        



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