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Laubenvögel Ausstellung

Die Ausstellung "Laubenvögel - Ein leben auf der Bühne" findet noch bis Februar statt. Foto: LMNM

17. Januar 2018

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

Landesmuseum begeistert mit vielseitigen Ausstellungsprojekten

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg hat auf der Jahrespressekonferenz das neue Ausstellungsprogramm für 2018 vorgestellt. Die schon bekannte Ausstellung "Laubenvögel – Ein Leben auf der Bühne" geht weiter bis Februar. Auch die Ausstellung  "Australiens vergessene Felsbilder" ist wieder mit dabei. Eine Sonderausstellung über Insekten findet ab Sommer statt.

Oldenburg-

Ausstellungen 2018 im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

L a u b e n v ög e l – E i n   L e b e n   a u f   d e r   B ü h n e
Bis 18. Februar
LaubenvogelLaubenvögel leben nur in Australien und Neuguinea. Die Evolution hat bei allen 20 Arten dieser Gruppe ein im gesamten Tierreich einmaliges Balz-Konzept umgesetzt: Die Männchen bauen nur für die Balz gleichsam Alleen, Maibäume und Laubenhütten. JedenVogelart schmückt ihr Bauwerk zudem mit unterschiedlich farbigen Gegenständen. Die Weibchen beobachten aus den Bäumen heraus die Männchen, die ihre Bauten in einer „Arena“, wie auf einer Bühne, erstellen und dekorieren. Die Wahl des Partners treffen die Weibchen nach der Qualität des Baus, dem Aufwand des Schmückens und dem Erfolg der Männchen beim „Diebstahl“ schmückender Utensilien von den Bauten ihrer Konkurrenten. Die Ausstellung zeigt alle Laubenvogel-Arten einschließlich ihrer Balzbauten im Originalmaßstab. Darüber hinaus wirft sie einen Blick auf die irreleitende Vermenschlichung tierischen Verhaltens und vereint das Staunen über Ästhetik im Tierreich mit der Diskussion über Intelligenz und Zielgerichtetheit tierischen Tuns. Foto: Gelbnacken-Laubenvogel (Sericulus chrysocephalus), W. Kehmeier

A u s t r a l i e n s   v e r g e s s e n e   F e l s b i l d e r
Eine wissenschaftliche und künstlerische Expedition zu den Bradshaws
Bis 18. Februar
felsbilderIn der Kimberley-Region im Nordwesten Australiens finden sich an Felsüberhängen Bilder menschlicher Darstellungen in künstlerischer Vollkommenheit. Sie heißen nach ihrem Entdecker „Bradshaws“ und nur wenige Wissenschaftler haben sie bis heute gesehen. Ursprung und Bedeutung der Felsbilder sind ungeklärt; in Stil und Malweise ähneln die über 20.000 Jahre alten Felsmalereien in vielen Details denen mancher afrikanischen Felsbilder. Die Kuratoren der Ausstellung, Reto und Astrid Weiler, haben mehrere Expeditionen in die Kimberley-Region auf der Suche nach Bradshaws unternommen und sich ihnen wissenschaftlich und künstlerisch genähert. Dabei stoßen sie immer wieder auf neue, bislang völlig unbekannte Felsbilder. Die Ausstellung zeigt mehrere Bradshaw-Großfotos und Werke von Astrid Weiler, in der ihr eigenen Bildsprache aus Kimberleys Ocker und Sand. Foto: Felsbild, Reto Weiler

S c h a m a n e n – J ä g e r  u n d  H e i l e r   S i b i r i e n s
17. März bis 16. September
SchamaneHeilkundige, Wahrsager, Scharlatane, Ratgeber, Besessene, Geisteskranke, Verkünder, Magier und Seelenführer – das sind einige unserer Assoziationen zu Schamanen. Bei sibirischen Völkern gelten Schamanen als besondere Personen, Mittler zur Geisterwelt und Ratgeber der Menschen. Die Ausstellung thematisiert den Lebenslauf eines Schamanen von der Geburt bis zu seinem Wirken als Heiler anhand von Alltags- und Ritualgegenstände der Ethnien Korjaken, Nanai und Čukčen aus dem circumpolaren Raum. Zentrale Objekte der Ausstellung sind eindrucksvolle Schamanenaccessoires wie Hut, Amulette, Kultfiguren und Heilpflanzen. Audiotexte begleiten die Exponate. Die Präsentation geht auch auf Spurensuche nach Schamanen in der europäischen Eiszeitkunst. Die ältesten geschnitzten Tierfiguren ähneln den schamanischen Tierfiguren aus Elfenbein sehr. Sind sie vielleicht wie auch Motive der berühmten Höhlenmalereien Belege für einen eiszeitlichen Schamanismus? Die Ausstellung zeigt abschließend, wie der Schamanismus weltweit und auch in Deutschland bis heute fortlebt. Die Ausstellung ist eine Kooperation der Reiss-Engelhorn Museen Mannheim (rem) und des Neanderthal Museums. Ergänzt wird die Ausstellung durch Objekte aus den eigenen ethnologischen und naturkundlichen Sammlungsbeständen. Foto: Schamanen – Jäger und Heiler Sibiriens, Medienkontor

S e h n s u c h t   E u r o p a
3. Juni bis 5. August
„Was wünschen wir uns für ein gutes Zusammenleben? Wann fühlen wir uns willkommen? Was bedeutet „Heimat“? Und ist das Leben in Vielfalt bereits alltäglich? Unter dem Dach „Sehnsucht Europa“ beschäftigten sich Menschen unterschiedlicher Herkunft mit Künstlern und Kulturschaffenden in Bremen, Delmenhorst, Lohne, Oldenburg und Syke gemeinsam mit der Frage, wie ein gutes Miteinander heute und in der Zukunft aussehen und gelingen kann. Ihre Wege zu Antworten führen über die besondere Geschichte der Orte, die persönlichen Erfahrungen zugewanderter Menschen und eine intensive Erkundung des Lebensumfelds. Die Wanderausstellung zeigt die individuellen Ergebnisse dieser Begegnungen, in Fotografien und Dokumenten, Erinnerungsgegenständen, persönlichen Interviews und künstlerischen Objekten. Zugleich stellen die Projekte spannende Ansätze vor, wie wir in kulturellen Projekten miteinander entdecken und voneinander lernen können.
In Oldenburg beteiligten sich 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren aus verschiedenen Nationen gemeinsam mit Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Mit der künstlerischen Methode der ästhetischen Forschung arbeiteten sie an Themen, die universell erfahrbar, aber regional sehr unterschiedlich sind: Klima/Wetter, Meere/Küste, Tiere, Landschaft und Ernährung. Sie gingen im Landesmuseum und auf verschiedenen Exkursionen auf Entdeckungsreise und erkundeten die Rolle der Natur in der Welt, in der sie leben und dokumentierten ihre Ergebnisse mit künstlerischen Methoden, die in der Ausstellung zu sehen sind.

D e n   I n s e k t e n   g a n z   n a h (Arbeitstitel)
Ende August bis Frühjahr 2019
GoldlaufkäferSie schwirren und krabbeln an uns vorbei oder setzen sich auf unseren Kuchen: Insekten. Werden die sechsbeinigen Wirbellosen jedoch aus der Nähe betrachtet, finden sich filigrane Details und Merkmale, die je nach Insekt, unterschiedlichste Funktionen übernehmen. Beispielsweise nutzen Fliegen ihr als Schwingkölbchen zurückgebildetes zweites Flügelpaar zum Manövrieren und sind somit in der Lage, sich ausgezeichnet durch die Luft zu bewegen. Dieses und viele weitere Details werden in der Sonderausstellung anhand beeindruckender Fotografieren im Großformat gezeigt und erklärt. Die abwechslungsreiche Vielzahl solcher Details könnte in Zukunft jedoch schwinden, da der Mensch durch sein Handeln die Insekten in Ihrer Vielfalt bedroht. Foto: Goldlaufkäfer (Carabus auratus), Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

T i e r e   i n   d e r   E r z ä h l u n g (Arbeitstitel)
4. November bis April 2019
RehkitzDie diesjährige KIBUM, die vom 03. bis 13. November sattfinden wird, bietet den Ausgangspunkt eines kooperativen Ausstellungsprojektes. Im Zeitraum der KIBUM und darüber hinaus widmet sich die Ausstellung „Tiere in Erzählungen“ (Arbeitstitel) verschiedenen Büchern und ihren tierischen Protagonisten. Im Fokus des Projektes und der Ausstellung steht dabei die Mensch-Tier-Beziehung in der Erzählung und in der Realität. Welche Funktionen werden Mensch und Tier in der Erzählung zugeschrieben? Wie ist es in der Realität? So kommunizieren Tiere beispielsweise in Erzählungen untereinander ganz selbstverständlich und können den Menschen verstehen, aber nicht anders herum. Wie kommunizieren Tiere in der Realität (innerartlich oder zwischen Arten)? Diese und weitere tierisch spannende Fragen im Zwischenfeld vom Literatur- und Naturwissenschaften werden in der Ausstellung aufgegriffen und anschaulich und familienfreundlich präsentiert. foto: Reh aus der naturkundlichen Sammlung, Landesmuseen Oldenburg, Sven Adelaide


Kontakt:

Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Damm 38-44
26135 Oldenburg
www.naturundmensch.de


                                                                        



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