.

IQ Netzwerk

Stefan Angermüller (BMBF), Zaneta Rakoczy, Diana Krahl (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung) und Sabine Würdemann (IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin beim BNW), v.l. Foto : IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

24. Mai 2017

Onlineredaktion: Cornelia Schröder

BMBF und IQ Netzwerk Niedersachsen zu Gast in Oldenburg

Fachleute aus dem IQ Netzwerk trafen sich am 22. und 23. Mai in Oldenburg zu einer Tagung. Im Kulturzentrum ging es an zwei Tagen um die Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Pädagogin Zaneta Rakoczy bekam in einer offiziellen Würdigung den sogenannten Anerkennungszuschuss.

Oldenburg|Delmenhorst- Zaneta Rakoczy hat in Polen viele Jahre als Lehrerin und Erzieherin gearbeitet. Vor sieben Jahren kam sie in die Region Oldenburg. Jetzt möchte sie wieder in ihrem erlernten Beruf arbeiten, weiß aber nicht so recht, wie sie ihren polnischen Abschluss in Deutschland anerkennen lassen kann. Genau hier setzt das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ Niedersachsen an, zusammen mit weiteren Partnern berät das Netzwerk zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse und qualifiziert, wenn nötig, auch weiter.

Wer in Oldenburg Beratung sucht, findet sie beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Das BNW ist Partner im IQ Netzwerk Niedersachsen, zusammen richteten sie die jetzige Tagung aus. Neben Zaneta Rakoczy war auch Stefan Angermüller vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor Ort. Er überreichte Rakoczy in einer offiziellen Würdigung den sogenannten Anerkennungszuschuss in Form eines symbolischen Schecks. Für die 46-jährige Pädagogin ein wichtiger Schritt. Mit Hilfe des Zuschusses kann sie jetzt ihr Anerkennungsverfahren bezahlen. „Ich arbeite unter meiner eigentlichen Qualifikation und könnte mir ohne die Förderung die Anerkennung meines Abschlusses nicht leisten können“, so Rakoczy dankend. Ihr Ziel ist es, wieder in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. „Das Ziel haben viele Zugewanderte in Deutschland. Mit der neuen Förderung wollen wir insbesondere Menschen unterstützen, denen die finanziellen Mittel fehlen. Und damit unterstützen wir dann auch die Arbeit des IQ Netzwerkes Niedersachsen“, betonte Angermüller während der Würdigung. Der Zuschuss wurde hiermit zum 100sten Mal in Niedersachsen vergeben.

Auf dem Programm der Tagung standen außerdem die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in Niedersachsen, die Integration von Geflüchteten und der Studiengang „Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Weitere Informationen zum IQ-Netzwerk

In Deutschland leben heute mehr Menschen mit Migrationshintergrund als je zuvor, so das Statistische Bundesamt in einer aktuellen Studie. Ein Großteil dieser Menschen arbeitet unter dem eigenen Bildungsabschluss. Seit fünf Jahren hilft das IQ Netzwerk diesen Personen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Weitere Hilfe leistet jetzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer finanziellen Förderung für diese Personengruppe.

Mehr als 20 000 Beratungen zur beruflichen Anerkennung und rund 12 000 registrierte Bildungs- und Berufsabschlüsse. So lautet die bisherige Bilanz des IQ Netzwerkes Niedersachsen, das möglichst vielen Migrantinnen und Migranten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt helfen will. IQ steht für „Integration durch Qualifizierung“, Beratungs- und Qualifizierungsangebote in ganz Niedersachachsen setzen dies um.

Das Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert. Weitere Informationen unter: www.netzwerk-iq.de


IQ Netzwerk logo


Flohmarkt_Wardenburg_LK_Oldenburg_Wardenburger_Markt


Anzeige

Internetservice Oldenburg LK


.

xxnoxx_zaehler