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Das Leben der Profisportler

Profisport
Der Beruf eines Profisportlers klingt verlockend, birgt jedoch auch viele Risiken. Foto: Pixabay

16. Juli 2019 | Onlineredaktion Oldenburg

Traum oder Albtraum?

Wer in jungen Jahren in seiner Sportart erfolgreich ist, träumt in der Regel von einer Karriere als Profisportler. Es klingt wie das perfekte Leben, wenn sich mit dem eigenen Hobby ein Spitzengehalt verdienen lässt.

Oldenburg -    Insbesondere die Fußballvereine suchen nach sehr jungen Nachwuchstalenten, die sie nach ihren Vorstellungen und Anforderungen trainieren können. Doch in der Praxis hat das Leben der Profisportler nicht so viel mit dem Traum zu tun, wie man vielleicht zunächst denken mag. Dieser Artikel soll mit einigen der Mythen aufräumen, die rund um den Alltag von professionellen Sportlern entstanden sind.

Das Gehalt von Profisportlern
Wenn man die Lebensweise von Stars wie Franck Ribery oder Cristiano Ronaldo beobachtet entsteht schnell der Eindruck, dass alle Profisportler ein Luxusleben führen. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen sehr kleinen Anteil der Sportler, die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten. Selbst in der Bundesliga verdienen nicht alle Spieler Millionenbeträge. Bei vielen Clubs liegt das durchschnittliche Jahresgehalt im niedrigen 6-stelligen Bereich. Das ist zwar immer noch ein gutes Auskommen. Doch ein Luxusleben lässt sich damit keinesfalls finanzieren. Außerdem sollte dabei beachtet werden, dass Sportler in ihrer aktiven Karriere für die Zeit danach vorsorgen müssen. Spätestens mit Mitte 30 ist in den allermeisten Sportarten Schluss. Viele Spieler haben zu diesem Zeitpunkt keine Ausbildung und kein abgeschlossenes Studium, da sie bereits in ihrer Jugend bei einem Profiverein angestellt waren. Wenn sie mit ihrem Einkommen aus ihrer Profikarriere nicht für später vorgesorgt haben, stehen sie nun vor einem erheblichen finanziellen Problem.

Zwar haben sie oft die Möglichkeit, als Experte, Trainer, Coach oder Berater in ihrer Sportart zu arbeiten. Der vorherige Lebensstil lässt sich damit aber nicht aufrechterhalten. Darüber hinaus gibt es nicht in allen Sportarten ausreichend Arbeitsplätze, um jeden ehemaligen Profi zu versorgen. Die Spieler gehen also ein gewisses Risiko ein, wenn sie sich für das gute Gehalt in der Profikarriere entscheiden.

Besonders ärgerlich wird es dann, wenn sie sich eine Verletzung zuziehen. Sie fallen für mehrere Monate aus. Danach ist es für viele von ihnen sehr schwer, wieder Anschluss an ihre vorherigen Leistungen zu finden. Zwar kehren einige Stars nach einer Verletzung zurück. Aber nicht immer folgt danach die Karriere, die sie sich ursprünglich erhofft haben. Die hohen Gehälter sind also mit Vorsicht zu genießen, da sie keinesfalls garantiert werden können.

Der Alltag für Profis
Vom Alltag der Profisportler bekommen die Fans nicht so viel mit, wie sie vielleicht denken mögen. Regelmäßig müssen sie trainieren, um bei ihren Spielen leistungsfähig zu sein. Doch damit ist es noch lange nicht getan. Denn die Vereine bezahlen ihre Profis nicht nur für die Leistungen auf dem Feld, sondern auch für den Werbeeffekt. Autogrammstunden, Werbeproduktionen und ähnliche Auftritte gehören genauso zum Leben der Profisportler, wie das tägliche Training. Insbesondere die Profispieler in der Bundesliga haben sehr selten für einen längeren Zeitraum frei. Während der laufenden Saison dürfen sie ihre Form natürlich nicht verlieren, weshalb sich viele Freizeitbeschäftigungen verbieten. Selbst in der Sommerpause müssen sie viele Dinge beachten, wenn sie in den Urlaub fahren und die freie Zeit genießen wollen. Denn spätestens zum Ende der Sommerpause geht es wieder ins Trainingslager.

Die Profis dürfen sich also nicht gehen lassen, damit sie in der kommenden Saison weiterhin erfolgreich sein können. Wenn das Ausüben der gewählten Sportart tatsächlich der Lebenstraum ist, lässt sich das für die Spieler einrichten. Trotzdem ist es mit enorm viel Disziplin und Durchhaltevermögen verbunden, eine Profikarriere für so einen langen Zeitraum erfolgreich zu betreiben.

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Wer Profiradsportler weden möchte, muss ein hartes Training und viel Disziplin aufbringen. Foto:markus-spiske-WUehAgqO5hE-unsplash

 


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